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Polizei warnt vor weiteren Brückenproblemen im Märkischen Kreis
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Polizei warnt vor weiteren Brückenproblemen im Märkischen Kreis

Nach der jahrelangen Vollsperrung der Rahmedetalbrücke zieht die Gewerkschaft der Polizei eine Bilanz. Sie mahnt, dass sich so eine Situation nicht wiederholen dürfe.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.02.2026 11:25

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Erfahrungen aus der Vollsperrung der Rahmedetalbrücke

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Vier Jahre lang war die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid voll gesperrt. Der Verkehr der A45 wurde über zahlreiche Umleitungsstrecken durch den Märkischen Kreis geführt. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutete das lange Staus, für Städte und Gemeinden eine hohe Verkehrsbelastung. Auch die Polizei im Märkischen Kreis war in dieser Zeit stark gefordert. 

"Die Kolleginnen und Kollegen haben diese anstrengende Zeit hochprofessionell und mit großem Engagement gemeistert“, betont Michelle Pfeiffer von der örtlichen GdP-Kreisgruppe.
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Viele Brücken in NRW sanierungsbedürftig

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Die Gewerkschaft der Polizei weist darauf hin, dass NRW-weit rund 2.500 Brücken als sanierungsbedürftig gelten. Auch außerhalb des Märkischen Kreises gibt es Bauwerke, bei denen Fachleute einen erhöhten Sanierungsbedarf sehen. Aus Sicht der Gewerkschaft müsse die Infrastruktur langfristig besser instand gehalten werden, um kurzfristige Sperrungen und umfangreiche Umleitungen zu vermeiden.

„Die Politik muss ihre Lehren aus Rahmede ziehen und viel, viel mehr für die Infrastruktur tun “, mahnt der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Jörg Brackmann.

Dazu gehöre auch, die Polizei und das Bundesamt für Logistik und Mobilität mit mehr Personal auszustatten, um mehr LKW zu kontrollieren.

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Forderung nach mehr Personal und Kontrollen

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Die Gewerkschaft der Polizei fordert, Polizei und Bundesamt für Logistik und Mobilität personell besser auszustatten. So könnten mehr LKW-Kontrollen durchgeführt werden, um Überladungen und Regelverstöße frühzeitig zu erkennen. Zudem spricht sich die Gewerkschaft dafür aus, bestehende Bußgelder bei Überladung zu überprüfen, da diese aus ihrer Sicht nur eine begrenzte Wirkung haben.

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Noch bleibt die Verkehrslage unruhig

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Seit Weihnachten ist die neue Rahmedetalbrücke teilweise freigegeben. Eine vollständige Entlastung wird jedoch erst erwartet, wenn auch die zweite Brückenhälfte fertiggestellt ist – voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027. Zusätzlich müssen viele Umleitungsstrecken, die über Jahre stark belastet wurden, saniert werden. Die Gewerkschaft der Polizei rechnet daher damit, dass Verkehrseinschränkungen die Region noch länger begleiten werden.

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