
Polizei stoppt E-Scooter in Iserlohn
In Iserlohn hat die Polizei innerhalb kurzer Zeit zwei E-Scooter-Fahrer gestoppt, bei denen gleich mehrere Verstöße festgestellt worden sein sollen. Im ersten Fall kontrollierte eine zivile Polizeistreife am Montag einen 12-Jährigen auf der Kampstraße. Nach Angaben der Beamten war der Junge mit einem E-Scooter unterwegs, der rund 40 km/h schnell fuhr. Erlaubt sind bei diesen Fahrzeugen normalerweise nur bis zu 20 km/h. Außerdem ist die Nutzung von E-Scootern in Deutschland erst ab 14 Jahren erlaubt.
12-Jähriger flüchtet zunächst zu Fuß
Die Polizei war dem jungen Fahrer nach eigenen Angaben mit bis zu 40 km/h gefolgt, nachdem er an einer Fußgängerampel die Straße überquert hatte. Beim Anhalten soll der 12-Jährige zunächst noch versucht haben, zu Fuß wegzulaufen. Kurz darauf stellte er sich aber doch den Beamten. Bei der Kontrolle fiel außerdem auf, dass an dem E-Scooter das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen fehlte. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher. Gegen den Jungen beziehungsweise seine Eltern wurden Anzeigen geschrieben, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Zulassens einer solchen Fahrt und wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
E-Roller mit 73 km/h in Iserlohn
Bereits am Sonntag hatte die Polizei in Iserlohn einen weiteren E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Der 28-Jährige war einer Streife gegen 15.40 Uhr an der Ecke Hohler Weg / An der Langen Hecke aufgefallen, weil auch an seinem Fahrzeug das Versicherungskennzeichen fehlte. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann kein Deutsch verstand. Die Beamten nahmen nicht nur den E-Scooter, sondern auch den Fahrer mit zur Wache. Eine erste Messung auf dem Rollenprüfstand ergab laut Polizei eine Spitzengeschwindigkeit von 73 km/h.
Fahrer vorläufig festgenommen
Der 28-Jährige konnte sich zunächst nicht ausweisen und auch keine Eigentumsnachweise für den E-Scooter vorlegen. Seine Identität stand laut Polizei erst nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung fest. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis geschrieben. Weil der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hatte, sollte er nach Polizeiangaben eine Sicherheitsleistung in Höhe der möglichen Strafe zahlen. Da auch das nicht möglich war, wurde er am Sonntag vorläufig festgenommen. Am Montag kam er nach richterlicher Weisung wieder frei. Der E-Scooter wurde beschlagnahmt.
Polizei in Iserlohn kündigt weitere Kontrollen an
Die Polizei macht noch einmal deutlich, dass E-Scooter keine Spielzeuge sind, sondern Kraftfahrzeuge mit klaren Regeln. Wer ohne Versicherung unterwegs ist oder mit manipulierten Fahrzeugen fährt, riskiert hohe Kosten und Strafanzeigen. Nach Angaben der Polizei hat die Zahl der E-Scooter-Unfälle in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Deshalb wollen die Beamten solche Fahrzeuge auch weiterhin verstärkt kontrollieren. Auch Radio MK hatte zuletzt über gezielte E-Scooter-Kontrollen und neue Präventionsprojekte im Märkischen Kreis berichtet.