
Weniger Polizeipräsenz in der Iserlohner Eissporthalle
Die Kreispolizei ändert pünktlich zur neuen Eishockey-Saison ihre Taktik bei den Heimspielen der Iserlohn Roosters. Die Beamten werden nicht mehr routinemäßig im Innenraum der Eissporthalle präsent sein. Stattdessen verlagert sich der Einsatzschwerpunkt nach draußen auf den Vorplatz und die Zufahrtswege der Fangruppen. In der Halle selbst übernehmen die vom Veranstalter beauftragten Sicherheitskräfte die alleinige Verantwortung für einen reibungslosen Spielbetrieb.
Iserlohn Roosters sind als Veranstalter für Sicherheit zuständig
Mit diesem Schritt will sich die Polizei auf ihre eigentlichen Kernaufgaben konzentrieren. Große Sportveranstaltungen binden enorme personelle und zeitliche Kapazitäten, teilte die Behörde mit. Nur wenn es in der Halle zu plötzlichen, akuten Gefahrenlagen kommt, werden die Beamten die Ordner des Vereins im Notfall unterstützen.
Die Kostenübernahme für Polizeieinsätze bei Sportevents ist generell immer wieder ein Streitthema. Erst im aktuellen Jahresbericht vom September 2026 forderte der Landesrechnungshof NRW erneut, Veranstalter von Fußballspielen an den Kosten für Risikospiele zu beteiligen. Solche Einsätze kosten das Land laut dem Bericht jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.