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Pilotprojekt im MK: Freiwillige für Krisenfälle
© Märkischer Kreis/Hannah Heyn
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Pilotprojekt im MK: Freiwillige für Krisenfälle

Im Märkischen Kreis soll die Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern in Krisen künftig besser organisiert werden. Dafür testet die Kreisverwaltung ein Spontanhelfer-Projekt mit einer geplanten App zur Registrierung und gezielten Alarmierung.

Veröffentlicht: Freitag, 03.07.2026 05:58

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Märkischer Kreis testet Spontanhelfer-Projekt

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Der Märkische Kreis arbeitet an einem neuen Netzwerk für freiwillige Helfer in Krisenlagen. Geplant ist eine App, über die sich Interessierte schon vor einem möglichen Einsatz registrieren können. Dort sollen sie auch angeben, welche Fähigkeiten, Erfahrungen und welches persönliche Zutrauen sie mitbringen. Im Ernstfall könnten professionelle Einsatzkräfte dann gezielt auf diese Helfer zurückgreifen. Das Projekt befindet sich aktuell noch in einer Erprobungsphase, eine Anmeldung ist deshalb derzeit noch nicht möglich.

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Hilfe im Krisenfall soll gezielt organisiert werden

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Nach Angaben der Kreisverwaltung richtet sich das Projekt an Menschen, die keiner Feuerwehr oder Hilfsorganisation angehören, im Notfall aber trotzdem helfen möchten. Ziel ist es, diese Hilfsbereitschaft frühzeitig zu organisieren und sinnvoll in bestehende Strukturen einzubinden. Der Märkische Kreis betont dabei ausdrücklich, dass professionelle Einsatzkräfte nicht ersetzt werden sollen. Feuerwehr, Hilfsorganisationen und weitere Dienste bleiben die tragenden Säulen des Bevölkerungsschutzes. Die freiwillige Unterstützung soll diese Kräfte im Krisenfall entlasten.

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"Eine widerstandsfähige Gesellschaft lebt nicht nur von professionellen Einsatzkräften, sondern auch von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen“ - Michael Kling, Kreisbrandmeister.
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Erfahrungen aus Krisen im Märkischen Kreis fließen ein

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Hintergrund des Projekts sind Erfahrungen aus vergangenen Krisenlagen. Der Märkische Kreis verweist unter anderem auf das Starkregenereignis „Bernd“ am 14. und 15. Juli 2021. Damals habe sich gezeigt, wie schnell außergewöhnliche Lagen entstehen können und wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Auch großflächige Stromausfälle könnten kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder Flüchtlingsunterkünfte vor große Herausforderungen stellen. Aus Sicht der Kreisverwaltung beginnt moderner Bevölkerungsschutz deshalb schon vor der eigentlichen Krise - mit Information, Vorbereitung, Sensibilisierung, Schulung und klaren Abläufen.

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So geht es mit dem Projekt weiter

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Zurzeit entwickelt die Kreisverwaltung die organisatorischen Grundlagen, Abläufe und mögliche Schulungsangebote für das Projekt. Das geplante System soll nach Angaben des Kreises sicher funktionieren und sich nahtlos in die bestehenden Strukturen des Bevölkerungsschutzes einfügen. Außerdem sind in der App niedrigschwellige Informationsangebote vorgesehen, die Interessierte flexibel nutzen können. Ein fertiges Konzept will der Märkische Kreis voraussichtlich Ende 2026 vorstellen. Erst nach Abschluss der Erprobungsphase soll es weitere Informationen zur möglichen Registrierung geben.

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