
OBO Bettermann investiert 100 Millionen in Menden
Der Mendener Elektro- und Gebäudeinstallationstechnik-Hersteller OBO Bettermann bleibt weiter auf Wachstumskurs. Mehr als 100 Millionen Euro investiert das Unternehmen aktuell am Standort Menden – unter anderem in ein neues, hochmodernes Logistikzentrum mit einer Fläche von 23.000 Quadratmetern. Die Anlage ist Anfang des Jahres reibungslos gestartet und versorgt zentral von Menden aus alle OBO-Standorte weltweit. Zusätzlich ist eine große Erweiterung der Fertigung um weitere 11.000 Quadratmeter geplant, die noch auf die Genehmigung wartet. Insgesamt entstehen neue Flächen in der Größe von mehreren Fußballfeldern. Das Traditionsunternehmen hatte bereits in der Vergangenheit kräftig in den Standort Menden investiert.
Modernste Technik und nachhaltige Energieversorgung bei OBO Bettermann in Menden
OBO Bettermann setzt dabei auf modernste Technik, kurze Transportwege und eine nachhaltige Energieversorgung mit Solarstrom aus der unternehmenseigenen Photovoltaik-Anlage, die auf dem neuen Gebäude nochmals erweitert worden ist. Das neue Logistikzentrum verfügt über elektrische Transportsysteme, die fahrerlos die Hallen bedienen. Durch zwei Verladebuchten, eine 215 Meter lange Verladerampe und insgesamt sieben Verladetore ist die Be- und Entladung von bis zu zehn Sattelzugmaschinen gleichzeitig möglich. In den neuen Büro- und Verwaltungsbereichen für die Logistik sind 105 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den bisher vorhandenen 40.000 Quadratmetern Lagerflächen kommen nun 23.000 Quadratmeter hinzu.
„OBO wächst im In- und Ausland. Mit dem neuen Logistikzentrum und Zentrallager können wir langfristig unsere nationalen und internationalen Kunden zuverlässig und schnell bedienen." - Ulrich Bettermann, Verwaltungsratspräsident
Internationale Expansion trotz schwächelnder Konjunktur
Trotz der schwächelnden Konjunktur investiert das Unternehmen auch international massiv – unter anderem in Ungarn, der Schweiz, Großbritannien und Indien. Am größten Fertigungsstandort in Bugyi nahe Budapest hat OBO im vergangenen Jahr 35 Millionen Euro in eine erweiterte Zentrallogistik und Fertigung investiert. Im Schweizer Werk wurde ein komplett neues Logistikzentrum für 8 Millionen CHF errichtet. Die Tochtergesellschaft in Großbritannien erhielt ein komplett neues Werk mit angeschlossenem Logistikzentrum. Der OBO-Standort Indien wird sich noch in diesem Jahr sowohl umsatz- als auch flächenmäßig verdoppeln. Insgesamt ist OBO an den internationalen Standorten um weitere 28.000 Quadratmeter in den vergangenen 16 Monaten gewachsen.
Die positive Entwicklung steht im Kontrast zu anderen Logistikstandorten in der Region, wo beispielsweise Grohe seinen Standort in Hemer schließen wird.
Führungswechsel: Bettermann wird Verwaltungsratspräsident
Das Ziel bleibt klar: Nach der ersten soll auch die zweite Umsatzmilliarde erreicht werden, verkündete Ulrich Bettermann. Operativ ist dafür nun die dreiköpfige Geschäftsführung mit Prof. Dr. Robert Gröning, Christoph Palausch und Lajos Hernádi zuständig, die allesamt seit vielen Jahren dem Unternehmen an der Spitze angehören. Ulrich Bettermanns Ausscheiden aus der Geschäftsführung ist weder ein Abschied von der Arbeit und schon gar nicht aus dem Unternehmen. Er bleibt weiter als Verwaltungsratspräsident bei OBO Bettermann tätig. Nach knapp sechs Jahrzehnten im Unternehmen heißt es für den 79-Jährigen zwar, die Dinge etwas ruhiger anzugehen, aber auch: "Niemals geht man so ganz."
„Der Kurs steht weiter klar auf Wachstum. Wir streben nach der ersten auch die zweite Umsatzmilliarde an." - Ulrich Bettermann
OBO Bettermann: Weltmarktführer mit Mendener Wurzeln
OBO Bettermann ist mit 4.500 Mitarbeitern weltweit an acht Produktionsstätten sowie über 60 Tochtergesellschaften präsent. Das 1911 in Menden gegründete Industrieunternehmen umfasst mehr als 45.000 Artikel der elektrotechnischen Infrastruktur für Gebäude und Anlagen. Unter der Marke "Building Connections" erwirtschaftet OBO Bettermann einen aktuellen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Erst 2022 hatte das Unternehmen 200 neue Arbeitsplätze für Menden angekündigt.

