
NRW-Studie zur Sicherheit auch im Märkischen Kreis
Menschen in Lüdenscheid und Hemer könnten in diesen Tagen Post vom Land NRW bekommen. Hintergrund ist eine große Studie zu Sicherheit und Kriminalität, mit der das Sicherheitsgefühl und die Polizeiarbeit bewertet werden sollen.
Veröffentlicht: Montag, 20.04.2026 12:21
Bürger in Lüdenscheid und Hemer werden befragt
In Nordrhein-Westfalen startet erneut eine große Studie zu Sicherheit und Kriminalität. Landesweit sollen dafür 20.000 Menschen befragt werden, darunter auch Bürgerinnen und Bürger aus Lüdenscheid und Hemer. Wer ausgewählt wird, bekommt zunächst einen Infobrief. In diesen Tagen (Ende April) sollen dann die eigentlichen Fragebögen verschickt werden. Ziel ist es, mehr darüber zu erfahren, wie sicher sich die Menschen in ihrer Stadt fühlen und welche Erfahrungen sie mit Kriminalität gemacht haben.
Es geht um das Sicherheitsgefühl in NRW
Die Befragten können in der Studie angeben, ob sie selbst von Kriminalität betroffen waren und wie sie ihr Sicherheitsgefühl im Alltag einschätzen. Auch das Anzeigeverhalten ist Teil der Untersuchung. Außerdem sollen die Teilnehmer die Arbeit der Polizei bewerten. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums lassen sich solche Eindrücke nicht allein aus Kriminalstatistiken ablesen. Die Ergebnisse sollen deshalb helfen, die Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen weiter zu verbessern.
„Wir wollen erneut wissen: Wann und wo fühlen Sie sich besonders unsicher oder wie schätzen Sie die Arbeit der Polizei ein? Das, was die Menschen umtreibt, lässt sich nicht in Statistiken einfangen. Gerade die gefühlte Sicherheit wirkt sich besonders stark auf den Alltag aus. Deswegen ist es wichtig, Ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Das machen Sie dann stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Durch Ihre Rückmeldung können wir Stellschrauben unserer Arbeit auch an den richtigen Stellen nachjustieren. Deswegen: Machen Sie mit und helfen Sie uns, die Sicherheit in unserem Land weiter zu stärken!“ - Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen.
Aufruf zur Teilnahme in Lüdenscheid und Hemer
Auch Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer wirbt für eine Teilnahme an der Studie. Nach seinen Worten können die angeschriebenen Menschen stellvertretend für viele andere in der Stadt einen sinnvollen Beitrag leisten. Die aktuelle Erhebungswelle hat laut Mitteilung am 13. April begonnen. Sie baut auf frühere Befragungen aus den Jahren 2020 und 2024 auf. Finanziert wird die Studie auch über den Fonds für die Innere Sicherheit der Europäischen Union.
„Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, nehmen Sie sich bitte die Zeit und machen Sie Ihre Angaben. Lüdenscheid ist die Heimat von rund 72.000 Menschen, in deren Vertretung Sie einen sinnvollen Beitrag leisten können. Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe“ - Sebastian Wagemeyer, Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid.
Ergebnisse sollen Polizei in NRW helfen
Mit der Studie will das Land NRW nach eigenen Angaben besser verstehen, wie Menschen Sicherheit in ihrem Alltag erleben. Dabei geht es nicht nur um Straftaten selbst, sondern auch um das persönliche Empfinden in der eigenen Stadt. Die Rückmeldungen aus Lüdenscheid, Hemer und anderen Kommunen sollen in die weitere Arbeit der Polizei einfließen. So sollen mögliche Probleme früher erkannt und Maßnahmen besser angepasst werden. Die Teilnahme ist deshalb aus Sicht des Landes ein wichtiger Baustein für die Sicherheitsarbeit in Nordrhein-Westfalen.