
Neue Spritpreisregel: Preise im MK erstmal gestiegen
An den Tankstellen in Deutschland gilt seit heute eine neue Regel: Spritpreise dürfen nur noch einmal am Tag erhöht werden. Zum Start sorgte die Regelung zunächst für weiter steigende Preise und leergeflegte Tankstellen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 13:13
Neue Spritpreisregel gilt seit heute im Märkischen Kreis
An den Tankstellen in Deutschland gilt seit heute eine neue Regelung für Spritpreise. Die Preise für Diesel und Benzin dürfen ab sofort nur noch einmal am Tag erhöht werden - und zwar um 12 Uhr mittags. In Österreich ist genau diese Regelung schon seit Jahren der Fall: Dort dürfen die Preise nur mittags um 12 Uhr erhöht werden. Sinken dürfen sie dagegen beliebig oft. Die schwarz-rote Koalition hat sich dieses Modell nun zum Vorbild genommen und auf den deutschen Markt übertragen.
Preise im MK deutlich gestiegen - Tankstellen zeitweise leer
Im Märkischen Kreis hat die neue Regelung zum Start zunächst für steigende Preise gesorgt. Der Preis für Diesel legte kreisweit um durchschnittlich 7 Cent auf rund 2,36 Euro pro Liter zu. Benzin stieg sogar um 8 Cent im Schnitt auf über 2,20 Euro. Bundesweit waren teils deutliche Aufschläge zu beobachten. Laut Deutscher Presse-Agentur wurden an einzelnen Standorten Preiserhöhungen von bis zu 20 Cent registriert. Viele Autofahrer hatten offenbar noch vor dem Mittags-Anstieg getankt, sodass Tankstellen zeitweise leergefegt waren.
Mehr Transparenz - aber wird Tanken auch günstiger?
Die Bundesregierung verspricht sich von der Änderung mehr Verlässlichkeit und Transparenz für Autofahrer. Das Modell soll bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle helfen, ohne dass Autofahrerinnen und Autofahrer mehrfach täglich Preise vergleichen müssen. Ob die Einmal-täglich-Regel allerdings auch tatsächlich zu niedrigeren Preisen führt, ist bislang unklar. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass die Preise zwar weniger schwanken, aber nicht unbedingt niedriger sein müssen als vorher. Hintergrund der gestiegenen Spritpreise ist der Iran-Krieg, der die Ölmärkte seit Wochen unter Druck setzt.
Pendler im Märkischen Kreis besonders betroffen
Gerade im ländlich geprägten Märkischen Kreis sind viele Menschen auf das Auto angewiesen. Rund jeder Vierte pendelt hier zur Arbeit über die eigene Ortsgrenze hinaus. Die hohen Spritpreise treffen diese Pendler besonders hart. Die Politik hat deshalb bereits weitere Entlastungsmaßnahmen angekündigt. So ist unter anderem eine Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer im Gespräch. Ob und wann weitere Maßnahmen umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Die Bundesregierung hatte eine Umsetzung nach Ostern angedeutet.