
Nächste Busausfälle im Märkischen Kreis am Dienstag
Im Märkischen Kreis drohen am Dienstag (17.03.) erneut massive Ausfälle im Busverkehr. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zum nächsten ganztägigen Warnstreik auf.
Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 13:42
Warnstreik trifft Busverkehr im Märkischen Kreis erneut
Fahrgäste im Märkischen Kreis müssen sich am Dienstag, 17. März 2026, auf die nächsten Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht werden Busse im Kreisgebiet nur stark eingeschränkt oder gar nicht fahren. Erst am gestrigen Donnerstag (12.03.) hatten die MVG-Beschäftigten ihre Arbeit einen ganzen Tag lang niedergelegt. S-Bahnen und Regionalzüge sind von dem Warnstreik nicht betroffen.
Landesweiter Streik in NRW - zwei Tage Arbeitsniederlegung
Der Warnstreik im Märkischen Kreis ist Teil einer landesweiten Aktion im kommunalen Nahverkehr. Insgesamt sind rund 30.000 Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen betroffen. Bereits am Montag (16.03.) sind Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen. Die MVG teilt aber mit: Die KundenCenter und die Verwaltung der MVG werden nicht bestreikt. Am zweiten Streiktag - Dienstag - folgt dann der Fahrdienst, auch bei der MVG: In allen Regionen NRWs werden Busse und Straßenbahnen spürbar stillstehen. Pendler, Schüler und andere Fahrgäste sollten sich rechtzeitig über alternative Verkehrsmittel informieren.
Kein Angebot der Arbeitgeber nach zwei Verhandlungsrunden
Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt zu den Forderungen der Beschäftigten laut ver.di kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit sowie Entlastungen bei den Schichtdiensten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 24. März angesetzt.
„Der öffentliche Nahverkehr funktioniert nur, weil unterschiedliche Berufsgruppen Tag für Tag eng zusammenarbeiten - vom Fahrdienst über die Werkstätten bis hin zur Verwaltung. Doch die Beschäftigten spüren den zunehmenden Personalmangel und die hohe Belastung deutlich; viele halten den Betrieb nur durch persönliches Engagement am Laufen. Gerade deshalb erwarten sie jetzt endlich ein Angebot der Arbeitgeber, das echte Verhandlungen ermöglicht und der Bedeutung für den Märkischen Kreis gerecht wird." - Michael Schnippering, Bezirksgeschäftsführer ver.di Bezirk Südwestfalen
ver.di zeigt Verständnis für betroffene Fahrgäste
Die Gewerkschaft ver.di zeigt Verständnis für die Einschränkungen, die der Warnstreik für die Fahrgäste im Märkischen Kreis mit sich bringt. Ein Streik sei jedoch kein Selbstzweck, sondern das einzige Mittel, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. Bei vergangenen MVG-Streiks war regelmäßig etwa die Hälfte aller Linienfahrten im Märkischen Kreis ausgefallen. Wer am Dienstag auf den Bus angewiesen ist, sollte sich vorab auf der Webseite der MVG über stattfindende Fahrten informieren.