
Nach Güterzug-Unfall: Erste Züge rollen wieder
Nach dem Güterzug-Unfall im Tunnel bei Plettenberg wird die Bahnstrecke zwischen Werdohl und Plettenberg ab Donnerstagmittag (21.05./12 Uhr) teilweise wieder freigegeben. Züge können dort zunächst nur eingleisig und mit stark reduziertem Tempo fahren.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2026 06:01
Bahnstrecke zwischen Werdohl und Plettenberg
Nach dem Güterzug-Unfall im Sauerland soll die Strecke zwischen Werdohl und Plettenberg ab Donnerstag um 12 Uhr eingeschränkt wieder befahrbar sein. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Demnach wird zunächst ein Gleis in Richtung Plettenberg wieder für den Zugverkehr freigegeben. Betroffen sind auf dem Abschnitt vor allem die Linien RE 34 und RB 91. Für Fahrgäste bedeutet das zwar eine erste Entlastung, Einschränkungen bleiben aber weiter bestehen.
Züge fahren nur langsam durch den Bereich
Nach Angaben der Bahn gilt auf einer Länge von rund 600 Metern zunächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Kilometern pro Stunde. Deshalb rechnet die Deutsche Bahn weiterhin mit Verspätungen und einzelnen Zugausfällen. Auch Ersatzbusse bleiben vorerst im Einsatz. Fahrgäste sollten sich vor der Abfahrt über aktuelle Verbindungen informieren. Die Bahn verweist dafür auf digitale Auskunftsmedien wie bahn.de, den DB Navigator und zuginfo.nrw.
Unfall im Tunnel bei Plettenberg
Am frühen Dienstagmorgen (19.05.) waren in einem Tunnel zwischen Plettenberg und Werdohl mehrere Wagen eines Güterzugs entgleist. Nach Angaben der Deutschen Bahn löste sich die Achse eines Drehgestells und geriet auf das Nachbargleis. Dort kollidierte sie mit einem entgegenkommenden Güterzug. Dieser zweite Zug entgleiste nach Bahnangaben nicht, obwohl es trotz Schnellbremsung zur Kollision kam. Er konnte den Tunnel später aus eigener Kraft verlassen.
Reparaturen auf weiterem Gleis noch offen
Wann die Strecke wieder vollständig freigegeben werden kann, ist weiter unklar. Laut Deutscher Bahn ist auf mehreren Kilometern eine umfangreiche Gleiserneuerung notwendig. Die Planungen für die Reparaturarbeiten laufen bereits. Auch zur Höhe der Reparaturkosten gibt es bisher noch keine Angaben. Die Ursache des Unfalls wird weiter untersucht.
Auswirkungen für RE 34 und RB 91
Seit dem Unfall enden und beginnen die Züge der RE 34 aus Richtung Hagen in Werdohl und aus Richtung Siegen in Plettenberg. Die Züge der RB 91 enden und beginnen entweder in Altena oder Plettenberg. Für viele Pendler und Schüler in der Region bedeutet das weiter längere Fahrzeiten und Umstiege. Mit der Teilfreigabe entspannt sich die Lage etwas, ein normaler Bahnverkehr ist aber noch nicht möglich. Wann das zweite Gleis zwischen Plettenberg und Werdohl wieder genutzt werden kann, steht derzeit nicht fest.