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MVG startet Antriebswende: 20 E-Busse im Einsatz
© Manthey/MVG
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MVG startet Antriebswende: 20 E-Busse im Einsatz

Die MVG Märkische Verkehrsgesellschaft setzt ab sofort 20 neue Elektrobusse im Linienverkehr des Märkischen Kreises ein. Damit macht das Verkehrsunternehmen einen großen Schritt bei der Antriebswende weg vom Diesel hin zu emissionsfreien Motoren.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 14:01

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Modernisierung in Lüdenscheid und Iserlohn

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Die MVG hat heute auf dem Betriebshof in Lüdenscheid den offiziellen Startschuss für 20 neue Elektrobusse gegeben. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um den Typ Mercedes-Benz eCitaro, von denen bereits zwei seit November im Testbetrieb waren. In den kommenden Wochen werden diese Busse nun fest in den Fahrplan im Märkischen Kreis integriert. Weitere fünf Fahrzeuge sollen in der zweiten Jahreshälfte folgen. Dieser Umstieg ist Teil eines Bundesgesetzes, das klare Quoten für umweltfreundliche Motoren bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen vorschreibt. Für den Betrieb mussten die Werkstätten und Hallen in Lüdenscheid und Iserlohn umfassend umgebaut werden.

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Millionen-Förderung für saubere Luft

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Um den teuren Umstieg von Diesel auf Elektro zu stemmen, hat sich die MVG hohe Fördermittel gesichert. Insgesamt fließen rund 9,26 Millionen Euro in die neuen Busse und den Ausbau der nötigen Ladeinfrastruktur an den Standorten.

„Wir wissen, dass unter anderem durch diese gesetzlichen Vorgaben für unsere Flotte hohe Kosten auf die Kommunen zukommen. Deshalb haben wir intensiv nach Fördermöglichkeiten geschaut, die diese Kosten abdämpfen können. Dabei galt für uns das Prinzip der kaufmännischen Vorsicht: Wir haben Förderungen beantragt, wir haben sie aber nicht als festen Bestandteil unserer Planung vorausgesetzt.“ - Frauke Effert, MVG-Geschäftsführerin
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Technik und Reichweite im Märkischen Kreis

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Die neuen E-Busse unterscheiden sich optisch kaum von den bekannten Dieselmodellen, sind aber wegen der Batterien auf dem Dach etwa 30 Zentimeter höher. Mit einer Leistung von 225 kW sind sie sogar etwas kraftvoller als ihre Vorgänger mit Verbrennungsmotor, was besonders im bergigen Gelände wichtig ist. Eine volle Batterieladung reicht laut Hersteller für etwa 210 bis 250 Kilometer. Geladen werden die Busse nachts für fünf bis sechs Stunden auf dem Betriebshof, um morgens wieder einsatzbereit zu sein. In Iserlohn wird die Technik aktuell noch finalisiert, damit dort im Sommer ebenfalls die ersten Elektrobusse in den Dienst gehen können.

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