
Märkischer Kreis: Industrie verzeichnet Umsatz- und Jobverluste
Die Industrie im Märkischen Kreis hat im Jahr 2025 rund eine halbe Milliarde Euro weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Auch die Zahl der Arbeitsplätze in den Betrieben ist spürbar gesunken.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 04:06
Etwa 2.000 Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr
Im Märkischen Kreis haben die Industriebetriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 15,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Laut den aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes IT.NRW bedeutet das einen Rückgang von über drei Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig reduzierte sich die Zahl der Arbeitsplätze: Zum Stichtag Ende September zählten die Betriebe noch gut 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 2.000 Beschäftigte weniger. Auch die Gesamtzahl der erfassten Industriebetriebe im Kreisgebiet sank von 596 auf 576.
Abwärtstrend ist landesweit spürbar
Der heimische Raum spiegelt damit einen landesweiten Abwärtstrend wider, der die Region aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur jedoch besonders trifft. Nordrhein-westfalenweit verzeichneten vor allem die Metallerzeugung, der Maschinenbau und die Autozulieferer deutliche Umsatzeinbrüche. Landesweit verbuchte die nordrhein-westfälische Industrie im Jahr 2025 ein Umsatzminus von 2,7 Prozent auf insgesamt 375 Milliarden Euro. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch die Exporte waren rückläufig. Einzige Ausnahme unter den großen Branchen bildete die Lebensmittelindustrie, die gegen den Trend ein Umsatzplus sowie neue Arbeitsplätze verzeichnete.