
Millionenbetrug mit Paletten in Lüdenscheid
Vor dem Landgericht Hagen beginnt heute (06.08.) ein Prozess wegen bandenmäßiger Steuerhinterziehung. Im Mittelpunkt steht ein mutmaßlicher Betrug beim Handel mit Paletten in Lüdenscheid und Umgebung mit einem Steuerschaden von fast acht Millionen Euro.
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Prozessstart am Landgericht Hagen
Vor der 1. großen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hagen müssen sich seit heute (06.08.) fünf Angeklagte verantworten. Ihnen wird bandenmäßige Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit einem Palettenhandel vorgeworfen. Laut Gericht sollen sich die Taten zwischen März 2020 und Januar 2024 in Lüdenscheid und an weiteren Orten abgespielt haben. Die Angeklagten sind zwischen 42 und 63 Jahre alt. Der Vorwurf wiegt schwer, weil die Steuerverkürzungen nach Angaben des Gerichts insgesamt einen Schaden von fast acht Millionen Euro verursacht haben sollen.
Vorwürfe rund um Palettenhandel in Lüdenscheid
Nach Angaben des Gerichts wird drei Angeklagten eine gemeinsame Beteiligung an 89 Taten vorgeworfen. Einem Angeklagten legt die Anklage eine Beteiligung an 53 Taten zur Last. Eine weitere Angeklagte soll an 26 Taten beteiligt gewesen sein. Zusätzlich werden zwei Angeklagten in 20 weiteren Fällen bandenmäßige Steuerhinterziehung vorgeworfen. Diese Taten sollen sie laut Gericht gemeinschaftlich mit einem gesondert verfolgten Mann begangen haben.
Verhandlung in Hagen bis Ende Oktober geplant
Für den Prozess vor dem Landgericht Hagen sind insgesamt 14 Verhandlungstage bis zum 21. Oktober angesetzt. Zu den Fortsetzungsterminen gehören unter anderem Verhandlungstage im August, September und Oktober. Damit ist absehbar, dass das Verfahren die Wirtschaftsstrafkammer über mehrere Monate beschäftigen wird. Das Gericht verhandelt die Vorwürfe in öffentlicher Hauptverhandlung.