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Metall-Ausbildung in Südwestfalen unter Druck
© Radio MK/ Jesse
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Metall-Ausbildung in Südwestfalen unter Druck

Im Märkischen Kreis und in ganz Südwestfalen bleiben immer mehr Ausbildungsplätze in der Metall- und Elektroindustrie unbesetzt. Eine IHK-Umfrage zeigt, dass viele Betriebe kaum noch geeignete Bewerber finden und deshalb eine modernere Ausbildung fordern.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.2026 04:06

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Viele freie Lehrstellen im Märkischen Kreis

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Immer mehr Unternehmen im Märkischen Kreis und in der Region Südwestfalen haben Probleme, ihre Ausbildungsplätze in den Metall- und Elektroberufen zu besetzen. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung der Industrie- und Handelskammern aus Hagen, Arnsberg und Siegen hervor. An der Umfrage haben sich 274 Ausbildungsbetriebe beteiligt. Rund zwei Drittel dieser Unternehmen konnten im vergangenen Jahr nicht alle angebotenen Lehrstellen besetzen. Fast alle befragten Betriebe berichten außerdem von einer sinkenden Zahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber.

„Viele Betriebe wollen weiterhin ausbilden, haben aber immer größere Schwierigkeiten, ausreichend geeignete junge Menschen für eine Ausbildung in den Metall- und Elektroberufen zu gewinnen. Fast alle befragten Unternehmen berichten von einer rückläufigen Zahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber“ - Dr. Thilo Pahl, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen.
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Metall- und Elektrobranche ist wichtig für Südwestfalen

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Die Metall- und Elektroindustrie hat für den Märkischen Kreis und ganz Südwestfalen eine große Bedeutung. Sie steht unter anderem für Produktion, Instandhaltung, Maschinenbau, Automatisierung und weitere industrielle Arbeitsbereiche. Wenn dort Ausbildungsplätze frei bleiben, kann sich das langfristig auf die Fachkräftesicherung der Unternehmen auswirken. Die IHKs sehen darin ein Problem für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Gerade in einer Industrieregion wie Südwestfalen ist qualifizierter Nachwuchs für viele Betriebe ein wichtiger Faktor.

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Unternehmen fordern modernere Ausbildung

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Nach Einschätzung der Unternehmen geht es nicht nur um zu wenige Bewerbungen. Viele Betriebe sehen auch bei den Ausbildungsinhalten selbst Änderungsbedarf. Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz spielen aus Sicht der Unternehmen eine immer größere Rolle. Deshalb wünschen sie sich modernere und flexiblere Berufsbilder, die technische Entwicklungen schneller aufnehmen. Genannt werden unter anderem Wahlqualifikationen, Profilmodule und Bausteine, mit denen sich neue Inhalte leichter in die Ausbildung integrieren lassen.

„Digitalisierung, Automatisierung, vernetzte Produktionssysteme und Künstliche Intelligenz verändern die Anforderungen an Fachkräfte spürbar“ - Dr. Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen.
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Berufsschulen und Lernorte sollen stärker helfen

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Viele Unternehmen wünschen sich außerdem mehr Unterstützung durch Berufsschulen und überbetriebliche Bildungsstätten. Vor allem kleinere und mittlere Betriebe können nach Angaben der IHKs nicht jede neue Technologie selbst in der Ausbildung vermitteln. Deshalb werden moderne Lernlabore und eine engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Lernorten als wichtige Bausteine gesehen. Auch bei Prüfungen sehen die Unternehmen Weiterentwicklungsbedarf. Gewünscht werden Formate, die digitale Anwendungen und betriebliche Abläufe stärker einbeziehen.

„Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Die Betriebe wollen ausbilden, aber sie brauchen dafür passende Rahmenbedingungen“ - Jörg Nolte, Hauptgeschäftsführer der IHK Hellweg-Sauerland.
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Duales System bleibt grundsätzlich anerkannt

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Das duale Ausbildungssystem stellen die befragten Unternehmen laut IHKs nicht grundsätzlich infrage. Die betriebliche Ausbildung bleibt aus ihrer Sicht weiter der wichtigste Weg zur Fachkräftesicherung. Gleichzeitig machen die Ergebnisse deutlich, dass viele Betriebe eine Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen erwarten. Aus Sicht der IHKs geht es dabei nicht um einen Bruch mit dem System, sondern um mehr Tempo, Praxisnähe und Flexibilität. Ohne solche Anpassungen drohen nach Einschätzung vieler Unternehmen zusätzliche Qualifikationslücken.

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