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Mendener Kreuztracht zieht 32 Mal durch die Stadt
© Johanna Vedder-Hartwich
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Mendener Kreuztracht zieht 32 Mal durch die Stadt

Die Mendener Kreuztracht gehört zu den ältesten religiösen Traditionen im Märkischen Kreis und lockt jährlich mehr als 10.000 Besucher an. Von Gründonnerstagabend bis Karsamstagmorgen zieht die Prozession insgesamt 32 Mal im Stundentakt durch die Stadt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 02.04.2026 14:26

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32 Prozessionen durch Mendens Innenstadt

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Die Stadt Menden und der Pastoralverbund laden auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Kreuztracht ein. Von Gründonnerstagabend bis Karsamstagmorgen zieht die Prozession insgesamt 32 Mal im Stundentakt durch die Stadt. Dabei trägt jedes Mal ein anonymer Christus-Darsteller das Passionskreuz als Erinnerung an den Leidensweg Jesu. Die rund 2,5 Kilometer lange Strecke führt von der St. Vincenz-Kirche im Zentrum entlang des Kreuzweges zur Kreuzkapelle auf dem Rodenberg - vorbei an acht Stationen mit Heiligenhäuschen und Gedenksteinen. Der letzte Lauf am Karsamstagmorgen ist auch als „Brötchenprozession" bekannt. Jährlich kommen mehr als 10.000 Besucher nach Menden, um die Kreuztracht mitzuerleben.

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Neu in Menden: Kreuztracht erstmals mit Gebärdensprache

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Eine wichtige Neuerung gibt es in diesem Jahr: Erstmals können auch gehörlose Menschen dank Gebärdensprachdolmetschern an der Prozession teilnehmen. Damit wird die Kreuztracht noch zugänglicher für alle Menschen in der Region. Die Teilnahme an der Prozession ist für alle offen - ob als stiller Begleiter oder als Teil des Zuges. Wer die Ostertage im Märkischen Kreis darüber hinaus traditionell verbringen möchte, findet hier eine Übersicht zu den Osterfeuern im Märkischen Kreis.

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Über 300 Jahre alte Tradition auf dem Rodenberg

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Der Brauch der Mendener Kreuztracht reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und gehört damit zu den ältesten religiösen Traditionen der Region. Eine bekannte Legende besagt, dass die pestkranke Frau des Bürgermeisters am Karfreitag 1684 geheilt worden sei und daraufhin der Bau einer Kapelle auf dem Rodenberg gelobt wurde. Auf dem Kreuzweg liegt auch die Antoniuskapelle, die in den Jahren 1685 bis 1688 unter dem Schutz des Stadtpatrons, dem Heiligen Antonius von Padua, erbaut wurde. Der Mendener Pfarrer Johannes Eberhard Zumbroich gab der Kreuztracht schließlich die Gestalt, die sie mit geringfügigen Änderungen bis heute behalten hat.

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