
Menden zieht positive Bilanz nach Jubiläums-Kirmes
Die 300. Pfingstkirmes in Menden ist beendet, Stadt und Polizei ziehen eine überwiegend positive Bilanz. Trotz einzelner Einsätze, verletzter Polizeikräfte und Hilfeleistungen wegen der Hitze blieb es auf dem Kirmesgelände weitgehend ruhig.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2026 05:31
300. Pfingstkirmes in Menden endet weitgehend friedlich
Die Jubiläums-Pfingstkirmes in Menden ist gestern bei bestem Wetter zu Ende gegangen. Nach Angaben von Stadt und Polizei verlief die 300. Ausgabe der Kirmes überwiegend ruhig und friedlich. Größere Zwischenfälle auf dem eigentlichen Kirmesgelände habe es nicht gegeben. Gleichzeitig fällt die Bilanz etwas gemischt aus: Insgesamt war die Kirmes laut Stadt schlechter besucht als im vergangenen Jahr. Als Grund wird die ungewöhnliche Hitze.
Angriffe auf Polizisten
Ganz ohne Zwischenfälle blieb das Wochenende aber nicht. Die Polizei berichtet von mehreren Angriffen auf Einsatzkräfte, bei denen drei Polizistinnen und Polizisten verletzt wurden. Eine Beamtin wurde so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste und danach dienstunfähig war. Laut Polizei gab es zwei Einsätze, bei denen die Angriffe passiert sind. In einem Fall an der Werler Straße soll eine 43-jährige Frau aus Greifswald nach einem Platzverweis und einer anschließenden Identitätsfeststellung nach den Beamten geschlagen haben. In einem weiteren Fall am Lenzenplatz wurde laut Polizei eine Polizistin bei einem Handgemenge kurz nach Mitternacht verletzt.
Viele Hilfeleistungen wegen der hohen Temperaturen
Auch das Deutsche Rote Kreuz war auf der Pfingstkirmes mehrfach gefordert. Nach Angaben der Stadt kam es zu rund 60 Hilfeleistungen. Acht Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Einsätze standen demnach überwiegend im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen. Gleichzeitig hebt die Stadt hervor, dass es zu keinem Zeitpunkt Engstellen gegeben habe, die den Besucherstrom auf dem Gelände gebremst hätten. Das Gelände habe sich zudem an allen Tagen nach Veranstaltungsende geordnet geleert.
Platzverweise und kleinere Delikte nach Kirmesende
Vereinzelt kam es rund um die Kirmes auch zu weiteren Einsätzen. Die Stadt spricht von zahlreichen Platzverweisen, zum Beispiel wegen eines nicht erlaubten Verkaufs von Zeitschriften oder wegen unangemessenen und teils aggressiven Verhaltens unter Alkoholeinfluss. Außerdem wurden nach Kirmesende eine einfache und eine schwerere Körperverletzung registriert. Dazu kamen kleinere Sachbeschädigungen auf dem Kirmesgelände. Auch Beleidigungen gegenüber der Polizei werden in der Bilanz erwähnt.
Stadt spricht von hoher Akzeptanz
Aus Sicht der Stadt gibt es neben den Einsatzzahlen auch ein positives Signal vom Gelände selbst. Helferinnen und Helfer hätten über weite Teile der Veranstaltung von mehr Zuspruch und einer höheren Akzeptanz ihrer Arbeit berichtet. Viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien freundlich gewesen. Damit bleibt unter dem Strich eine überwiegend positive Bilanz für die 300. Pfingstkirmes in Menden, auch wenn einzelne Vorfälle die Einsatzkräfte beschäftigt haben.