
Menden weiht Mahnmal für ermordete Sinti und Roma ein
In Menden wird heute ein Gedenkstein für die während der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma eingeweiht. Das Mahnmal auf dem Kirchplatz neben der St.-Vincenz-Kirche erinnert an mindestens 46 Mendener Sinti, die in Auschwitz-Birkenau ermordet worden sind.
Veröffentlicht: Montag, 09.03.2026 06:45
Gedenkstein auf dem Kirchplatz in Menden
Auf dem Kirchplatz neben der St.-Vincenz-Kirche in Menden steht ein Mahnmal für die Sinti und Roma, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden. Die Einweihungsfeier beginnt heute (09.03.) um 17 Uhr mit einer Wort-Gottes-Feier in der St.-Vincenz-Kirche. Diese wurde von Schülerinnen und Schülern der Initiative „augen auf!" sowie Viertklässlerinnen und Viertklässlern der Anne-Frank-Grundschule mitgestaltet. Im Anschluss an die Feier in der Kirche findet die offizielle Einweihung des Gedenksteins auf dem Kirchplatz statt.
Datum erinnert an Deportation vom 9. März 1943
Das Datum der Einweihung ist bewusst gewählt: Am 9. März 1943 wurden mindestens 18 Mendener Sinti nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager des NS-Regimes und steht als Symbol für den Holocaust und die Verbrechen des Nationalsozialismus. Insgesamt hat das NS-Regime mindestens 46 Mendener Sinti ermordet. Der Gedenkstein soll dafür sorgen, dass diese Menschen und ihr Schicksal nicht in Vergessenheit geraten.
Bürgermeisterin und Landesverband bei der Einweihung
An der Einweihung nehmen hochrangige Gäste teil. Mendens Bürgermeisterin Manuela Schmidt erwartet einen Vertreter der NRW-Staatskanzlei sowie Roman Franz, den Vorsitzenden des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma NRW. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern sowie von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft zeigt, wie breit das Gedenken in Menden getragen wird. Die Veranstaltung ist öffentlich - Mendenerinnen und Mendener sind eingeladen, an der Einweihung teilzunehmen.