
Mehr Tempo-Kontrollen im MK
Polizei und Ordnungsbehörden im Märkischen Kreis verstärken die Geschwindigkeitsüberwachung auf gefährlichen Streckenabschnitten. Hintergrund ist ein Anstieg schwerer Geschwindigkeitsunfälle um 16,5 Prozent im vergangenen Jahr.
Veröffentlicht: Freitag, 08.05.2026 12:46
MK: Mehr Tempokontrollen auf Unfallstrecken
Polizei, Märkischer Kreis und die kommunalen Ordnungsämter haben ihre Zusammenarbeit bei der Geschwindigkeitsüberwachung ausgeweitet. Auf Einladung der Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises, Janine Mattka, kam das „Netzwerk Geschwindigkeit" zusammen. Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Ordnungsämter, des Kreises und der Polizei analysierten dabei die aktuelle Verkehrsunfallstatistik. Im Fokus standen Streckenabschnitte mit erhöhtem Unfallaufkommen, auf denen überhöhte Geschwindigkeit eine wesentliche Unfallursache ist. Die Kontrollen sollen künftig enger abgestimmt und gezielter eingesetzt werden.
„Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu intensivieren und Maßnahmen noch gezielter aufeinander abzustimmen. Im Mittelpunkt steht für uns die Verkehrssicherheit aller." - Janine Mattka, Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises
Deutlicher Anstieg schwerer Unfälle im Märkischen Kreis
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptursache Geschwindigkeit und schweren Folgen ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent gestiegen. Laut Polizei ist das ein deutliches Signal zum Handeln. Der Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei, Alexander Fall, stellte bei dem Treffen die detaillierte Unfallentwicklung auf den betroffenen Strecken vor. Auf Grundlage dieser Daten wurden kreisweit Streckenabschnitte identifiziert, auf denen überhöhte Geschwindigkeit wiederholt zu Unfällen geführt hat.
„Das ist ein deutliches Signal zum Handeln. Unsere Maßnahmen sind keine pauschalen Kontrollen, sondern gezielt dort angesetzt, wo Menschen konkret gefährdet sind." - Guido Bloch, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde
Diese Strecken im MK stehen besonders im Fokus
Auf mehreren Strecken im Kreisgebiet hat überhöhte Geschwindigkeit wiederholt zu Unfällen geführt. Dazu zählen unter anderem die B 54 zwischen Schalksmühle-Dahlerbrück und Kierspe, die L 655 (Höhenweg) in Werdohl und die L 707 zwischen Herscheid-Reblin und Meinerzhagen. Ebenfalls betroffen sind die B 515 (Hönnetal) zwischen Balve und Menden, die B 229 in Lüdenscheid sowie die L 528 zwischen Halver und der Kreisgrenze.
Zusätzlich wurden neue Überwachungsschwerpunkte festgelegt. Dazu gehören die L 680 (Bräukerweg) in Menden, die B 233 (Seilerseestraße) in Iserlohn und die K 11 zwischen Balve-Langenholthausen und Garbeck. Weitere neue Kontrollstrecken sind die L 842 von Neuenrade über Affeln bis zur L 697 bei Birnbaum sowie die L 561 zwischen Lüdenscheid und Herscheid an der Versetalsperre. Polizei und Ordnungsbehörden werden auf diesen Strecken künftig verstärkt und koordiniert Geschwindigkeitskontrollen durchführen.
