
Deutlich mehr Einbürgerungen im Märkischen Kreis
Im Märkischen Kreis haben im Jahr 2025 insgesamt 1.571 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Im Vorjahr waren es 1.231 Einbürgerungen. Das entspricht einem Anstieg von rund 27,6 Prozent. Die meisten Einbürgerungen im Kreis gab es in Iserlohn mit 387 und in Lüdenscheid mit 379 Fällen. Es folgten Menden mit 139, Meinerzhagen mit 128 und Hemer mit 123 Einbürgerungen. Die Daten hat das Statistische Landesamt IT.NRW veröffentlicht.
Unterschiede in den Städten und Gemeinden im MK
In mehreren Städten im Märkischen Kreis sind die Einbürgerungszahlen gegenüber 2024 gestiegen. Meinerzhagen verzeichnete mit einem Anstieg von 63 auf 128 Fälle mehr als eine Verdopplung. Auch in Hemer stieg die Zahl von 64 auf 123 Einbürgerungen. In Lüdenscheid erhöhte sich die Zahl von 262 auf 379 Fälle. Rückgänge gab es unter anderem in Altena (von 68 auf 47) und Plettenberg (von 64 auf 48). In Werdohl stieg die Zahl von 89 auf 118 Einbürgerungen.
NRW-weit höchster Stand seit 25 Jahren
Landesweit hat es 2025 insgesamt 76.156 Einbürgerungen gegeben. Das sind 10,8 Prozent mehr als 2024 und der höchste Stand seit dem Jahr 2000. IT.NRW ordnet den Anstieg vor dem Hintergrund des Gesetzes zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts ein. Dieses war am 27. Juni 2024 in Kraft getreten. Es ermöglicht unter anderem eine kürzere notwendige Aufenthaltsdauer und den Beibehalt der bisherigen Staatsangehörigkeit. Am häufigsten wurden in NRW syrische Staatsangehörige eingebürgert - sie machten mit 18.567 Fällen rund 24,4 Prozent aller Einbürgerungen aus.
Türkische Einbürgerungen mit stärkstem Anstieg in NRW
Unter den fünf häufigsten Herkunftsstaatsangehörigkeiten stieg die Zahl der Einbürgerungen türkischer Staatsangehöriger mit 75,7 Prozent am stärksten. Es folgten russische Staatsangehörige mit einem Plus von 67,4 Prozent. Die Zahl der syrischen Einbürgerungen ging dagegen um 23,7 Prozent zurück. Auch bei irakischen Staatsangehörigen sank die Zahl um 11,9 Prozent. Regional verzeichnete Köln mit einem Plus von 119,7 Prozent den stärksten Anstieg in NRW.
Herkunftsländer der neuen Staatsbürger im Märkischen Kreis
Ein Großteil der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Märkischen Kreis stammt ursprünglich aus der Türkei: 279 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft. 143 Neubürgerinnen und Neubürger kommen aus Syrien beziehungsweise der Arabischen Republik. Die Mehrheit der Eingebürgerten, insgesamt 474 Personen, hat ihre Wurzeln in sogenannten Drittstaaten. Aus EU-Staaten inklusive der Schweiz stammen 79 Menschen, die nun im Märkischen Kreis leben. Zudem wurden acht Personen eingebürgert, die zuvor als staatenlos galten.
Neues Recht erleichtert doppelte Staatsangehörigkeit
Der deutliche Zuwachs bei uns und in den Nachbarstädten hängt stark mit dem geänderten Staatsangehörigkeitsrecht zusammen. Viele Menschen in eurer Nachbarschaft, die schon lange hier leben, können nun die neuen rechtlichen Möglichkeiten nutzen. Den Verwaltungen und Ausländerbehörden beschert die Regelung spürbar mehr Anträge, da die Menschen bei der Einbürgerung ihre bisherige Nationalität nun meistens behalten dürfen.