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Mehr Chancen für Handwerksbetriebe im Märkischen Kreis
© Märkischer Kreis/Bange
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Mehr Chancen für Handwerksbetriebe im Märkischen Kreis

Handwerksbetriebe im Märkischen Kreis sollen von einfacheren Vergabeverfahren und neuen Investitionen des Landes profitieren. Im Mittelpunkt stehen das NRW-Infrastrukturgesetz, schnellere öffentliche Aufträge und 45,4 Millionen Euro für die kommunale Infrastruktur im Kreis.

Veröffentlicht: Montag, 20.07.2026 05:29

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Vergaberecht im Märkischen Kreis vereinfacht

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Im Märkischen Kreis geht es um die Frage, wie öffentliche Aufträge schneller und einfacher vergeben werden können. Darüber hat Landrat Ralf Schwarzkopf mit Vertretern der Handwerkskammer Südwestfalen gesprochen. Nach Angaben des Märkischen Kreises gelten seit Anfang des Jahres für kommunale Aufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte deutlich einfachere Rahmenbedingungen. Statt vieler detaillierter Vorschriften gelten nun vor allem allgemeine Grundsätze. Öffentliche Aufträge müssen demnach wirtschaftlich, effizient und sparsam vergeben werden, gleichzeitig bleiben Transparenz und Gleichbehandlung Pflicht.

„Früher war oft der Weg zum Auftrag komplizierter als der Auftrag selbst. Jetzt haben wir die Chance, Verfahren einfacher und praxisnäher zu gestalten. Wenn Aufträge schneller vergeben werden, können unsere Unternehmen eher loslegen. Das stärkt die Wirtschaft und sorgt dafür, dass wichtige Projekte nicht auf der Strecke bleiben.“ - Ralf Schwarzkopf, Landrat
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Handwerk in Südwestfalen hofft auf einheitliche Regeln

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Aus Sicht der Handwerkskammer Südwestfalen bietet die Reform vor allem dann Vorteile, wenn die neuen Möglichkeiten möglichst einheitlich genutzt werden. Nach Einschätzung der Kammer könnten unterschiedliche Verfahren in den Kommunen gerade kleinere Betriebe zusätzlich belasten. Deshalb war das Thema auch Teil des Austauschs zwischen Landrat, Kammerpräsident Jochen Renfordt und Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt. Für Handwerksunternehmen in Südwestfalen ist es wichtig, dass Abläufe nachvollziehbar bleiben. Das soll helfen, den Aufwand bei Bewerbungen auf öffentliche Aufträge klein zu halten.

„Unsere Betriebe brauchen nachvollziehbare und möglichst einheitliche Standards, die sich an der Praxis orientieren. Dann können sie sich auf das konzentrieren, worauf es ankommt: gute Arbeit abzuliefern.“ - Jochen Renfordt, Präsident der Handwerkskammer Südwestfalen
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45,4 Millionen Euro für Infrastruktur im Kreis

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Ein weiteres Thema des Gesprächs war das NRW-Infrastrukturgesetz. Nach Angaben des Märkischen Kreises stellt das Land Nordrhein-Westfalen rund 45,4 Millionen Euro für Investitionen in die kommunale Infrastruktur im Märkischen Kreis bereit. Das Geld geht direkt an den Kreis sowie an die Städte und Gemeinden und wird nicht über den Kreis verteilt. Profitieren sollen davon unter anderem Straßen, Gebäude und weitere öffentliche Einrichtungen. Zugleich können Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen neue Aufträge für Unternehmen vor Ort schaffen.

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Bedeutung für Betriebe im Märkischen Kreis

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Von den angekündigten Investitionen können nach Angaben aus der Pressemitteilung viele Handwerksbetriebe in der Region unmittelbar profitieren. Wenn Aufträge vor Ort vergeben werden, kann das Beschäftigung sichern und die wirtschaftliche Entwicklung in Südwestfalen stärken. Ziel ist es demnach auch, die Wertschöpfung möglichst in der Region zu halten. Welche konkreten Projekte mit den Mitteln umgesetzt werden sollen, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Klar ist aber, dass Kommunen durch einfachere Verfahren und zusätzliche Investitionen mehr Handlungsspielraum bekommen sollen.

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