Mehr Arbeitslose im Märkischen Kreis im Februar

Im Märkischen Kreis gibt es mehr Arbeitslose im Februar. Das ist untypisch, sagt die heimische Agentur für Arbeit. Die Entwicklungen im Überblick.

Arbeitsgaentur Schild
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Arbeitsmarktsituation im Überblick

Im Februar verzeichnet der Märkische Kreis einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, was sich im Einklang mit dem bundes- und landesweiten Trend befindet. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um etwa 130, was einem Anstieg von 0,8 Prozent entspricht. Insgesamt sind knapp 17.000 Frauen und Männer im Kreis arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von fast 10 Prozent. Ein ähnlicher Trend war schon im Januar 2024 zu sehen.

Nachfrage nach Fachkräften

Trotz der leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zeigt sich ein positiver Trend in Bezug auf die Nachfrage nach Fachkräften. Arbeitgeber im Märkischen Kreis haben im Februar 137 mehr sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet als im Vormonat. Von den insgesamt knapp 700 offenen Stellen sind mehr als 400 für Fachkräfte ausgeschrieben.

„Ein klarer Indikator, dass heimische Betriebe trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin gut ausgebildetes Personal brauchen“,

sagt die Chefin der heimischen Arbeitsagentur, Sandra Pawlas.

Kurzarbeit bleibt ein Thema

Kurzarbeit bleibt für viele Betriebe im Märkischen Kreis ein wichtiges Instrument zur Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen. Im Januar wurden 56 neue Anzeigen auf Kurzarbeit für insgesamt 1.351 Beschäftigte gestellt.

„Wie viel Kurzarbeit dann tatsächlich umgesetzt und mit uns abgerechnet wird, sehen wir erst in einigen Monaten", sagt Agenturchefin Sandra Pawlas.

Denn die Anzeige stellt zunächst nur eine Art „Absichtserklärung“ dar.

"Das zeigt einerseits, dass die wirtschaftliche Situation weiterhin unsicher ist",

so Pawlas weiter. Andererseits wollen die heimischen Unternehmen ihr Personal auch in schwierigen Zeiten durch das Mittel Kurzarbeit halten.

Herausforderungen für berufstätige Frauen


Sandra Pawlas von der Agentur für Arbeit in Iserlohn geht davon aus, dass junge arbeitslose Fachkräfte schnell wieder eine Beschäftigung finden. Im Märkischen Kreis liegt die Beschäftigtenquote von Frauen mit fast 56 (55,7) Prozent knapp über dem Landesschnitt (55,4 Prozent). Allerdings ist sie im Vergleich zum Vorjahr gesunken (-0,5 Prozentpunkte). Der Großteil der beschäftigten Frauen - rund 80 Prozent - ist gut qualifiziert und arbeitet in Teilzeit. Im Teilzeitbereich sind mehr als vier von fünf Beschäftigten weiblich. Das liegt auch daran, dass Frauen vielfach zu Teilzeitarbeit gezwungen sind, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, so die Arbeitsagentur. Demnach mangelt es an umfassenden Kinder-Betreuungsangeboten sowie auch an individuellen Lösungen, zum Beispiel flexiblen Arbeitszeitmodellen.

Integration ausländischer Frauen in den Arbeitsmarkt

Die Beschäftigung ausländischer Frauen im Märkischen Kreis ist im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, insbesondere aufgrund der Integration ukrainischer Frauen nach Abschluss von Sprachkursen. / RaK

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