
Zum Glück wurde niemand verletzt
Die Sturmtiefs „Luise“ und „Manja“ haben Feuerwehr und Polizei im Märkischen Kreis seit Freitag stark beschäftigt. Nach Angaben der Feuer- und Rettungsleitstelle stieg das Einsatzaufkommen bis Sonntagmittag auf mehr als 150 Einsätze im gesamten Kreisgebiet. In den meisten Fällen mussten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste beseitigt werden. Dazu kamen überflutete Straßen und vollgelaufene Bereiche, weil Gullys durch Laub verstopft waren. Nach bisherigen Informationen wurde bei allen Einsätzen niemand verletzt.
Straßen überflutet und Bäume auf Autos
Besonders in der Nacht zu Sonntag kam es erneut zu vielen Einsätzen. Mehrfach stürzten Bäume um, in einigen Fällen wurden dabei auch Autos beschädigt. Außerdem musste die Feuerwehr siebenmal wegen überfluteter Straßen ausrücken. Das Wasser konnte dort oft nicht ablaufen, weil Gullys verstopft waren. Neben Sachschäden kam es auch zu Verkehrsbehinderungen in mehreren Städten und Gemeinden im Märkischen Kreis.
Einsätze unter anderem in Neuenrade und Meinerzhagen
Ein größerer Einsatz wurde aus Neuenrade gemeldet. Im Industriegebiet Küntrop an der Hönnestraße stürzte ein Baum auf ein Gebäude. Der Löschzug Stadtmitte und die Löschgruppe Küntrop rückten dort am Samstagmorgen mit 18 Einsatzkräften aus. Weil keine akute Gefahr mehr bestand, übernahm anschließend ein Unternehmen die Entfernung des Baums. Der Einsatz der Feuerwehr war nach rund 70 Minuten beendet.
Auch an anderen Orten im Kreis kam es zu Schäden. In Meinerzhagen fiel an der Oststraße ein Baum auf ein Auto. In Neuenrade an der Straße Kolberg wurden zwei Fahrzeuge durch einen umgestürzten Baum beschädigt. In Balve musste die B515 im Bereich Volkringhausen am Freitag zeitweise gesperrt werden, weil ein größerer Baum die Fahrbahn blockierte.
Dauerregen verschärfte die Lage im Märkischen Kreis
Neben dem Sturm spielte auch der Regen eine wichtige Rolle. Der Deutsche Wetterdienst hatte zwischenzeitlich vor markantem Dauerregen gewarnt. Erwartet wurden Niederschlagsmengen von rund 40 Litern pro Quadratmeter, in Staulagen sogar bis zu 50 Liter. Dadurch stieg die Gefahr von überfluteten Straßen und Unterführungen. Laut Leitstelle zeigte sich genau das an mehreren Stellen im Märkischen Kreis.
Behörden raten weiter zur Vorsicht
Auch wenn der Wind inzwischen nachgelassen hat, bleibt die Lage nicht überall völlig entspannt. Die Böden sind durch den vielen Regen stark aufgeweicht. Dadurch können Bäume weiter an Halt verlieren und später noch umstürzen. Vor allem auf Straßen und in Waldgebieten ist deshalb weiter Vorsicht geboten.



