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Protestveranstaltung für ein wirksames Wolfmanagement.
© Barbara Kruse
Die Landwirte bei einer Protestveranstaltung für ein wirksames Wolfmanagement.
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Märkischer Kreis: Wieder Proteste gegen den Wolf

Weidetierhalter auch aus dem Märkischen Kreis haben bei einer Protestveranstaltung erneut ein wirksames Wolfmanagement gefordert. Rund 1.000 Landwirte setzen sich für besseren Schutz ihrer Nutztiere ein.

Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 12:41

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Landwirte fordern Schutz vor dem Wolf

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Auch im Märkischen Kreis sorgt der Wolf weiterhin für hitzige Debatten. Am Freitag (23.01.) beteiligten sich Weidetierhalter aus der Region an einer großen Kundgebung im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Rund 1.000 Landwirte aus Südwestfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz kamen in Rehe zusammen, um ein wirksames Wolfmanagement und besseren Schutz für ihre Nutztiere zu fordern. Die Teilnehmer machten deutlich, dass die aktuelle Situation für viele Betriebe existenzbedrohend ist.

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Klare Forderungen aus dem Märkischen Kreis

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Der Landwirtschaftliche Kreisverband Märkischer Kreis nutzte die Gelegenheit, um seine zentralen Forderungen an Bund und Länder zu adressieren. Im Fokus stehen die schnelle Entnahme von Problemwölfen, die vollständige Übernahme der Herdenschutzkosten sowie notwendige Anpassungen des Bundesjagd- und Naturschutzgesetzes. Die Landwirte betonen, dass es bislang keine praktikablen Lösungen für das Zusammenleben von Wolf und Weidetierhaltung gibt. Besonders die Unterhaltungskosten für den Herdenschutz stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen.

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Südwestfalen setzt auf bundesweite Lösungen

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Die Landwirte aus dem Märkischen Kreis und ganz Südwestfalen fordern ein praxistaugliches Wolfsmanagement für alle Bundesländer ab 2026. Dazu gehört auch die Einführung einer bundesgesetzlichen Entnahmequote, die es den Ländern ermöglicht, bei Bedarf höhere Abschusszahlen festzulegen. Zudem verlangen die Teilnehmer der Kundgebung die zeitnahe und unbürokratische Entnahme von Problemwölfen – unabhängig von bestehenden Managementplänen. Auch die Ausweisung umfassender Weidegebiete, in denen keine wolfsabweisende Zäunung möglich ist, steht auf der Forderungsliste der Landwirte.

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