
Märkischer Kreis: Weniger neue Wohnungen, aber Boom bei Einfamilienhäusern
Im Märkischen Kreis sind im vergangenen Jahr insgesamt weniger neue Wohnungen genehmigt worden. Die Nachfrage nach dem klassischen Einfamilienhaus ist laut IT.NRW aber stark gestiegen.
Veröffentlicht: Montag, 04.05.2026 15:30
Deutliches Plus von über 60 Prozent bei Einfamilienhäusern im MK
Im Jahr 2025 haben die Bauämter im Märkischen Kreis den Bau von insgesamt 374 neuen Wohnungen bewilligt. Wie aus den aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervorgeht, ist das ein Rückgang von knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Bau von Mehrfamilienhäusern war im vergangenen Jahr rückläufig. Hier sanken die Genehmigungen um rund 18 Prozent auf nur noch 18 Vorhaben. Bereits im Vorjahr berichtete IT.NRW über rückläufige Baugenehmigungszahlen im Märkischen Kreis.
Wohnungsbau: Märkischer Kreis entwickelt sich gegen den NRW-Trend
Einen regelrechten Boom gab es bei uns dagegen beim Bau der klassischen eigenen vier Wände: Bei den Einfamilienhäusern stiegen die Genehmigungen deutlich von 76 auf 122 an. Mit der negativen Gesamtbilanz bei allen Wohnungen entwickelt sich der Märkische Kreis gegen den Landestrend. Eine Studie bezifferte den Wohnungsmangel im MK im November 2025 auf rund 7.800 fehlende Wohnungen. In ganz Nordrhein-Westfalen kletterte die Zahl der genehmigten Wohnungen im Jahr 2025 im Schnitt um fast elf Prozent nach oben. Ein Blick auf die gesamte NRW-Statistik zeigt große regionale Unterschiede. Während in der Stadt Münster, dem Kreis Steinfurt und in Düsseldorf besonders viele Baugenehmigungen je Einwohner erteilt wurden, bilden Bottrop, Remscheid und Hagen das landesweite Schlusslicht.
NRW verzeichnet erstmals wieder mehr Baugenehmigungen
Landesweit erteilten die Bauämter 2025 insgesamt 27.222 Baugenehmigungen. Das waren 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr und der erste Zuwachs nach drei Jahren mit Rückgängen in Folge. Im 10-Jahres-Vergleich liegt die Zahl aber weiterhin deutlich niedriger: 2015 waren es noch rund 36.000 Genehmigungen. Besonders stark fiel der Rückgang bei Wohnneubauten aus - hier wurden im Vergleich zu 2015 knapp 49 Prozent weniger Gebäude genehmigt.