
Märkischer Kreis: Nächster Warnstreik bei MVG am Donnerstag
Im Märkischen Kreis drohen am Donnerstag (12.03.) erneut Ausfälle im Busverkehr. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) wieder zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Veröffentlicht: Dienstag, 10.03.2026 12:55
Weiterer Ganztägiger Warnstreik im Märkischen Kreis
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) für Donnerstag, den 12. März 2026, erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht könnten zahlreiche Busse im Märkischen Kreis ausfallen. Erst Ende letzten Monats kam es sogar zu einem zweitägigen Ausstand. Wie viele MVG-Mitarbeitende sich diesmal erneut am Streik beteiligen, ist noch nicht absehbar. Daher kann die MVG derzeit keine sichere Auskunft darüber geben, welche Fahrten stattfinden oder ausfallen werden. Die Erfahrungen aus den vergangenen Streikmaßnahmen haben gezeigt, dass bei bisherigen Warnstreiks rund die Hälfte aller Fahrten ausgefallen ist. Busse von externen Auftragsunternehmen der MVG sind vom Streik in der Regel nicht betroffen und fahren voraussichtlich planmäßig. Allerdings können auch bei den Auftragsunternehmen personelle Ausfälle zu Streichungen führen. Eine Liste mit den voraussichtlich stattfindenden Fahrten hat die MVG auf ihrer Website veröffentlicht.
Anfang Februar hatten sich rund 150 Beschäftigte bei einem Warnstreik an den drei Streiklokalen in Iserlohn, Lüdenscheid und Plettenberg eingefunden.
Streiks auch in Essen, Oberhausen und Hagen
Der Warnstreik im Märkischen Kreis ist Teil einer größeren regionalen Aktion. Ver.di hat am Donnerstag auch Beschäftigte der Ruhrbahn in Essen und Mülheim, der STOAG in Oberhausen, der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, der Hagener Straßenbahn sowie von Sauerländer, VWS Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd und Sander Reisen zum Warnstreik aufgerufen. In den betroffenen Regionen werden am Donnerstag keine Busse und Bahnen fahren.
Nahverkehr in NRW: Tarifverhandlungen bisher ohne Ergebnis
Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die zweite Verhandlungsrunde war am 3. März in Bochum ohne Ergebnis geblieben. Ein Angebot der Arbeitgeberseite liegt laut ver.di weiterhin nicht vor. Stattdessen hätten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vorgestellt - etwa bei der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen.
Ver.di fordert kürzere Arbeitszeit
Im Mittelpunkt der Forderungen von ver.di steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Darüber hinaus geht es um Entlastungen bei den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt. Hier findet ihr Tipps für Pendler bei Warnstreiks.