Anzeige
Die Asiatische Hornisse gefährdet einheimische Bienenvölker und andere wichtige Insekten.
© Frank Köhler (Radio MK)
Vereinsvorsitzender Imker Norbert Pusch vor einer Informationstafel zur Asiatischen Hornisse und ihren Gefahren.
Teilen:

Märkischer Kreis: Imker warnen vor Asiatischer Hornisse

Die Asiatische Hornisse breitet sich im Märkischen Kreis rasant aus und bedroht heimische Bienen. Der Imkerverein Iserlohn-Kalthof warnt davor, sich den Nestern zu nähern.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 12:44

Anzeige

Hornissen fressen Bestäuber und gefährden damit mögliche Ernten

Anzeige

Der Imkerverein Iserlohn-Kalthof schlägt am heutigen (20.05.) Weltbienentag wegen der Asiatischen Hornisse Alarm. Die Insektenart breitet sich im Märkischen Kreis stark aus, mittlerweile sind laut Angaben des Vereins zahlreiche Nester dokumentiert. Die Tiere fressen vor allem Insekten, die für die Bestäubung von Pflanzen wichtig sind. Laut den Imkern kann das im schlimmsten Fall sogar Ernten verringern oder gefährden.

Anzeige

Nester werden bei Störung von unzähligen Tieren verteidigt

Anzeige

Zwar gelten die Insekten normalerweise nicht als aggressiver als heimische Arten, sie reagieren bei Störungen an ihrem Nest aber äußerst empfindlich. Dann verteidigen sie sich sofort mit unzähligen Tieren gleichzeitig. Die Staaten der Asiatischen Hornisse sind laut Fachleuten bis zu dreieinhalbmal so groß wie die der einheimischen Hornisse. Die Tiere selbst sind eher etwas schlanker gebaut. Sie sind vor allem an ihren gelben Füßen und dem dunklen Hinterteil zu erkennen. Heimische Hornissen sind dagegen rötlicher und haben ein helles, gelbes Hinterteil.

Anzeige

Entdeckte Nester direkt dem Imkerverein melden

Anzeige

Wer ein Nest entdeckt, sollte sich diesem auf keinen Fall nähern. Selbst professionelle Imkeranzüge bieten keinen ausreichenden Schutz vor den langen Stacheln. Beobachtungen und Nester sollen stattdessen direkt an den Imkerverein Iserlohn-Kalthof gemeldet werden. Tel.: 0179 4949045

Hintergrund: Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Fernost. Laut dem Imkerverein ist die invasive Art auf dem Seeweg nach Europa eingewandert. Seitdem verzeichnet sie auf dem gesamten Kontinent eine rasante Vermehrung.

(kö)

Anzeige
Anzeige
Anzeige