
MK verliert mehr Einwohner als Essen und Mönchengladbach
Das Statistische Landesamt IT.NRW hat heute eine umfangreiche Analyse zur Binnenwanderung in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Kein anderer Kreis und keine andere kreisfreie Stadt in NRW hat durch Umzüge innerhalb des Bundeslandes so viele Einwohner verloren. Zwischen 2010 und 2024 verzeichnete der Märkische Kreis einen Wanderungsverlust von 45.388 Personen. Damit liegt der MK noch deutlich vor den kreisfreien Städten Essen mit minus 40.455 und Mönchengladbach mit minus 38.189 Personen. Die Zahlen beziehen sich auf Umzüge über Kreisgrenzen hinweg innerhalb von NRW - also auf Menschen, die den MK verlassen und in einen anderen Kreis oder eine andere kreisfreie Stadt gezogen sind.
Junge Erwachsene ziehen am häufigsten weg - Familien folgen
Die Studie zeigt auch, welche Altersgruppen besonders mobil sind. Im Jahr 2024 wechselten 6,5 Prozent der 18- bis unter 25-Jährigen und 7,3 Prozent der 25- bis unter 30-Jährigen ihren Wohnort über Kreisgrenzen innerhalb von NRW. Für viele junge Menschen ist der Umzug in eine Großstadt mit dem Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder dem Einstieg ins Berufsleben verbunden. Großstädte verbuchen bei den 18- bis 25-Jährigen als einziger Raumtyp noch Wanderungsgewinne.