
Märkischer Kreis aktualisiert Konzept für Sozialpsychiatrischen Dienst
Der Märkische Kreis hat sein Konzept für den Sozialpsychiatrischen Dienst und die Betreuungsbehörde überarbeitet. Das Konzept mit dem Titel „Auf Stärken bauen“ richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchtproblemen und demenziellen Veränderungen.
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Neues Konzept: Wie der Märkische Kreis psychisch kranken Menschen helfen will
Der Märkische Kreis hat die Leitlinien für seinen Sozialpsychiatrischen Dienst und die Betreuungsbehörde neu formuliert. Das überarbeitete Konzept trägt den Titel „Auf Stärken bauen" und wurde von Landrat Ralf Schwarzkopf, Fachbereichsleiterin Leslie Kamphuis und Fachdienstleiter Lothar Buddinger vorgestellt. Es richtet sich an Menschen mit seelischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie demenziellen Erkrankungen im Alter. Auch für Menschen mit Problemen im Umgang mit Alkohol und Medikamenten bietet der Dienst Unterstützung an. Grundprinzip der Arbeit ist es, Betroffenen auf Augenhöhe zu begegnen, schrittweise Vertrauen aufzubauen und gemeinsam mit ihnen Lösungswege zu erarbeiten. Ziel ist es, die größtmögliche eigenständige Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen.
„Niedrigschwellige, wohnortnahe Beratungsangebote sowie die Möglichkeit von Hausbesuchen und digitalen Sprechstunden machen den Sozialpsychiatrischen Dienst im Märkischen Kreis zur ersten Anlaufstelle bei Fragen im Umgang mit einer Erkrankung und den möglichen Folgen." - Leslie Kamphuis, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales
Betreuungsbehörde: So viel Selbstbestimmung wie möglich
Zum gleichen Fachdienst gehört die Betreuungsbehörde des Märkischen Kreises. Sie informiert über Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und gesetzliche Betreuungen. Dabei gilt der Grundsatz, so viel Unterstützung wie nötig und so viel Selbstbestimmung wie möglich zu ermöglichen. Eine gesetzliche Betreuung wird ausdrücklich nur als letztes Mittel eingesetzt.
Vorreiter in NRW seit 25 Jahren
Der Märkische Kreis veröffentlicht sein Konzept für den Sozialpsychiatrischen Dienst bereits seit 25 Jahren schriftlich. Nach Angaben von Landrat Ralf Schwarzkopf ist der Märkische Kreis damit bis heute der einzige Kreis in Nordrhein-Westfalen, der seine Arbeitsweise öffentlich und nachvollziehbar dokumentiert. Das Konzept soll sowohl das Selbstverständnis der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken als auch das Vertrauen von Betroffenen, Angehörigen und dem sozialen Umfeld fördern.
„Mit dem schriftlich veröffentlichten Konzept war der Märkische Kreis bereits vor 25 Jahren Vorreiter. Wir sind bis heute der einzige Kreis in Nordrhein-Westfalen, der seine Handlungsweise für jedermann nachvollziehbar formuliert." - Landrat Ralf Schwarzkopf
33 Fachkräfte und ein breites Netzwerk im Märkischen Kreis
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Märkischen Kreises beschäftigt aktuell 33 Mitarbeiterinnen in einem multiprofessionellen Team. Ergänzt wird das Team durch zwei Ärzte aus dem Klinikum Lüdenscheid und der LWL-Klinik Hemer. Der Dienst arbeitet eng mit Einrichtungen des betreuten Wohnens, Tagesstätten, Selbsthilfegruppen und Heimeinrichtungen zusammen. Gemeinsam mit anderen Suchtberatungsstellen im Kreis verfügt der Dienst über die Genehmigung, ambulante Rehabilitation für suchterkrankte Menschen durchzuführen. Darüber hinaus übernimmt der Sozialpsychiatrische Dienst die Psychiatriekoordination für den gesamten Märkischen Kreis.