
Märkischer Kreis: 456 Sterbefälle im Hitze-Juni 2026
Im Juni 2026 sind im Märkischen Kreis laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW insgesamt 456 Menschen gestorben. NRW-weit war es der tödlichste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen 1977 - ausgelöst durch eine extreme Hitzewelle mit elf aufeinanderfolgenden Warntagen.
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456 Sterbefälle im Märkischen Kreis im Juni 2026
Im Juni 2026 sind im Märkischen Kreis nach vorläufigen Daten des Statistischen Landesamts IT.NRW insgesamt 456 Menschen gestorben. Das Statistische Landesamt bestätigt: In allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sterberate im Juni 2026 über dem Median der Junimonate des Zeitraums 2005 bis 2025. NRW-weit starben im Juni 2026 knapp 20.000 Menschen - 22 Prozent mehr als im Juni 2025. Die Daten für 2026 sind vorläufig und können sich noch verändern. Endgültige Ergebnisse liegen laut IT.NRW im Juni 2027 vor.
Hitzewelle Ende Juni als Ursache
Anhaltend hohe Temperaturen erhöhen das Sterberisiko - besonders in Kombination mit Vorerkrankungen. In der zweiten Junihälfte 2026 lagen in NRW an elf aufeinanderfolgenden Tagen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes vor. Acht dieser Tage wurden mit der höchsten Warnstufe eingestuft. Damit gab es im Juni 2026 bereits doppelt so viele Tage mit extremer Wärmebelastung wie bisher maximal in einem gesamten Kalenderjahr - gemessen seit Einführung des amtlichen Hitzewarnsystems 2005. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl hitzebedingter Sterbefälle in NRW bis zur 36. Kalenderwoche 2026 auf rund 3.040 Menschen.
Sterbefälle in den Städten des Märkischen Kreises
Die größten absoluten Zahlen im Juni 2026 verzeichneten im Märkischen Kreis Iserlohn mit 113, Lüdenscheid mit 71 und Menden mit 67 Sterbefällen. In Hemer starben 42 Menschen - das ist der höchste Monatswert für Hemer im bisherigen Jahr 2026. Weitere Zahlen: Plettenberg 23, Werdohl 23, Kierspe 22, Meinerzhagen 22, Altena 17, Halver 15, Schalksmühle 15, Herscheid 9, Neuenrade 7, Balve 5 und Nachrodt-Wiblingwerde 3. Alle Angaben sind vorläufig und basieren auf Standesamtsmeldungen.