
Märkische Bank wächst 2025 deutlich
Die Märkische Bank hat 2025 ihr Kredit- und Einlagengeschäft deutlich ausgebaut und ihre Bilanzsumme spürbar gesteigert. Gleichzeitig setzt sie mit wachsendem Private Banking und der neuen Jugendfiliale F18/28 strategische Impulse für die Zukunft.
Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 07:57
Märkische Bank: starke Bilanz, Private Banking im Plus und neue Jugendfiliale F18/28
Die Märkische Bank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds konnte die Genossenschaftsbank ihr Kredit- und Einlagengeschäft deutlich ausbauen, die Bilanzsumme steigern und ihre Eigenkapitalbasis weiter stärken. Gleichzeitig investiert die Bank gezielt in neue Beratungsangebote – vom wachsenden Private Banking bis hin zur spezialisierten Jugendfiliale F18/28.
„Wir sind stärker gewachsen, als wir das am Anfang vermutet haben und geplant haben." - Artur Merz, Vorstandssprecher Märkische Bank
Deutliches Wachstum bei Krediten, Einlagen und Bilanzsumme
Das Neugeschäftsvolumen im Kreditbereich, also die Höhe neu zugesagter Darlehen, erreichte im Jahr 2025 insgesamt 230 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Tilgungen stieg der bilanzielle Kundenkreditbestand und somit die Gesamtsumme aller noch laufenden Kredite um 4,2 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Besonders das Firmenkundengeschäft sowie private Baufinanzierungen trugen zum Wachstum bei.
Auch auf der Einlagenseite setzte sich der positive Trend fort: Die Kundeneinlagen (Gelder, die Kundinnen und Kunden auf Giro-, Tagesgeld- oder Sparkonten bei der Bank anlegen) stiegen um 7,9 Prozent beziehungsweise 110 Millionen Euro auf insgesamt 1,51 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme wuchs insgesamt um 5,2 Prozent auf 1,80 Milliarden Euro. (Die Bilanzsumme ist die Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Bank – vereinfacht gesagt: die wirtschaftliche „Gesamtgröße“ des Instituts.)
Das betreute Kundenvolumen – inklusive Wertpapieren, Bausparverträgen und Versicherungen – erhöhte sich sogar um 5,8 Prozent auf 3,90 Milliarden Euro. Es umfasst nicht nur klassische Bankeinlagen und Kredite, sondern auch Vermögenswerte, die die Bank für ihre Kundinnen und Kunden verwaltet. Das Depotvolumen, also der Gesamtwert aller Wertpapiere, die Kundinnen und Kunden über die Bank halten, legte um 6,6 Prozent auf 727,8 Millionen Euro zu. Durch konsequentes Kostenmanagement erzielte die Bank damit erneut ein solides Betriebsergebnis. Den über 25.000 Mitgliedern soll daher eine Dividende von 4,25 Prozent ausgeschüttet werden.
„Wir wollen uns weiterentwickeln [...]. Und das ist ja letztendlich das, was die Kunden auch davon haben, [...] dass unsere App weiterentwickelt wird, dass wir auch neue Produkte haben und vor allen Dingen jetzt auch versuchen, den Markt für die jungen Erwachsenen auch zu erschließen." - Artur Merz, Vorstandssprecher Märkische Bank
F18/28: Eigene Filiale für junge Erwachsene
Parallel zur klassischen Vermögensberatung setzt die Märkische Bank auf gezielte Nachwuchsförderung. Seit Mitte 2025 gibt es mit der Filiale F18/28 ein speziell auf junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren zugeschnittenes Beratungskonzept. Hintergrund ist eine wachsende Unsicherheit vieler junger Menschen im Umgang mit Finanzthemen. Studien zeigen, dass nur rund die Hälfte während der Schulzeit strukturierte Finanzbildung erhalten hat. Genau hier setzt das Konzept an: verständliche Beratung auf Augenhöhe, digitale Erreichbarkeit und moderne Produkte.
Zum Angebot gehören unter anderem das kostenlose Girokonto „MB nextgen“, das Wertpapierangebot „meinDepot“ für unter 31-Jährige sowie künftig „meinKrypto“, das einen regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten ermöglichen soll.
„Ein besonderes Beratungsangebot mit einer virtuellen Filiale, mit einer besonderen Anspracheform, mit allen technischen und digitalen Möglichkeiten, die es heute in der modernen Welt des Bankings gibt, aber mit einer persönlichen Beratung, die wir über unser Haus sicherstellen mit jungen, kompetenten Menschen [...]." - Achim Hahn, Vorstandsmitglied Märkische Bank
Die Jugendfiliale engagiert sich zusätzlich mit Workshops an Schulen und in Ausbildungsbetrieben. Themen sind unter anderem Budgetplanung, Versicherungen, Altersvorsorge und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Zahlungsmethoden. Als eine von bundesweit fünf Pilotbanken beteiligt sich die Märkische Bank zudem an der Entwicklung einer neuen Beratungssoftware, speziell für junge Erwachsene. Ziel ist eine noch transparentere, digital unterstützte Beratung.
„Was ist seriös? Was ist unseriös? Das ist sicherlich in der heutigen medialen Welt deutlich schwieriger geworden und wir wollen hier versuchen mit einer sehr kompetenten, seriösen Beratung den jungen Menschen da Unterstützung zu geben." - Achim Hahn, Vorstandsmitglied Märkische Bank
Private Banking der Märkischen Bank wächst weiter
Auch das Private Banking der Märkischen Bank verzeichnete 2025 eine steigende Nachfrage. Besonders gefragt waren individuelle Vermögensverwaltungen sowie Investments mit Goldbezug. Viele Kundinnen und Kunden suchten angesichts geopolitischer Unsicherheiten gezielt nach stabilitätsorientierten Anlageformen. Durch die Zusammenarbeit mit der DZ PRIVATBANK – unter anderem mit Sitz in der Schweiz – kann die Märkische Bank Mandate direkt vom heimischen Arbeitsplatz aus vermitteln. Neben klassischer Vermögensverwaltung umfasst das Angebot auch Stiftungsberatung und generationenübergreifende Vermögensplanung. Regionale Nähe bleibt dabei ein zentraler Bestandteil des Konzepts: Private-Banking-Teams sind in Hagen, Menden und Iserlohn vertreten und beraten bei Bedarf auch direkt vor Ort bei den Kundinnen und Kunden.
Ausblick 2026: Stabilität im Fokus
Für 2026 rechnet die Märkische Bank mit einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und einem geringeren Kreditwachstum. Im Einlagengeschäft wird eine moderate Entwicklung erwartet. Eine spürbare konjunkturelle Belebung sieht die Bank derzeit noch nicht.
Die Märkische Bank will auch weiterhin in Hagen und dem Märkischen Kreis flächendeckend vertreten sein. Seit vergangenem Jahr kooperiert sie deswegen auch mit der Sparkasse.
Was ist die Märkische Bank?
Die Märkische Bank ist eine regionale Genossenschaftsbank und gehört zur bundesweiten Genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Als Volksbank arbeitet sie nach dem genossenschaftlichen Prinzip: Kundinnen und Kunden können zugleich Mitglieder sein und damit Miteigentümer der Bank. Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung für externe Aktionäre, sondern die nachhaltige Förderung der Mitglieder und der regionalen Wirtschaft.
Die Märkische Bank ist vor allem im nördlichen Märkischen Kreis und im Raum Hagen aktiv. Geschäftsstellen und Beratungszentren befinden sich unter anderem in Hagen, Iserlohn, Menden und Hemer. Mit ihrem regionalen Fokus versteht sich die Bank als Partner für Privatkundinnen und -kunden, mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige – und investiert gezielt in die wirtschaftliche Entwicklung der Region.