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Bild von der Sprengung der Brücke.
© Radio MK
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Lüdenscheider A45-Brückendebakel im Fokus

Im Untersuchungsausschuss zum A45-Brückendesaster in Lüdenscheid haben am Montag (15.12.) neue Aussagen die frühere NRW-Landesregierung belastet. Die Verzögerung beim Neubau der Rahmedetalbrücke sorgt weiterhin für Diskussionen um Verantwortung und Verkehrssicherheit.

Veröffentlicht: Dienstag, 16.12.2025 05:43

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Untersuchungsausschuss in Lüdenscheid: Brückendebakel sorgt für politische Debatte

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Im Untersuchungsausschuss zum sogenannten „A45-Rahmedetal-Brückendesaster“ in Lüdenscheid hat ein ehemaliger Staatssekretär Vorwürfe gegen die frühere NRW-Landesregierung erhoben. Nach seinen Aussagen sollen Brückenprojekte aus Kostengründen bewusst zurückgestellt worden sein, bevor die Verantwortung für die Autobahnen an den Bund überging. Der Lüdenscheider SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas spricht von einem möglichen Skandal und fordert vom jetzigen NRW-Ministerpräsidenten und damaligen Verkehrsminister Hendrik Wüst Aufklärung darüber, warum bekannte Probleme nicht konsequent angegangen wurden.

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Lüdenscheid: Ex-Minister und Experten im Zeugenstand

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Im Düsseldorfer Landtag mussten die ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Volker Wissing als Zeugen aussagen. Scheuer betonte, sich nicht an Details zur Sperrung der Rahmedetalbrücke erinnern zu können, da Einzelprojekte auf fachlicher Ebene betreut worden seien. Er verwies auf einen konstruktiven Austausch mit NRW und betonte, das Land habe ab 2017 verstärkt in baureife Projekte investiert. Wissing schilderte, wie er kurz nach Amtsantritt über den drohenden Ausfall der Brücke informiert wurde und daraufhin Maßnahmen zur besseren Priorisierung von Brückenprojekten einleitete.

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Folgen für Lüdenscheid und Region waren gravierend

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Die Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A45 bei Lüdenscheid hat seit Dezember 2021 massive Auswirkungen auf die Region. Täglich rollen rund 20.000 Fahrzeuge, darunter etwa 6.000 Lkw, über Umleitungsstrecken durch die Stadt. Die Folge sind Stau-Chaos, Lärm- und Abgasbelastung sowie erhebliche wirtschaftliche Schäden für die Industrie und den Einzelhandel. Die neue Rahmedetalbrücke soll am 22. Dezember im Beisein von Ministerpräsident Hendrik Wüst eröffnet werden – mehrere Monate früher als geplant. Der Untersuchungsausschuss will nun weiter klären, warum der Neubau so lange verzögert wurde und wer die Verantwortung für die späte Schadensfeststellung trägt.

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