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Lüdenscheid: Rat stimmt Doppelhaushalt und Sparkurs zu
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Lüdenscheid: Rat stimmt Doppelhaushalt und Sparkurs zu

Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat am Montagabend (20. April) dem Doppelhaushalt 2026/2027 samt Haushaltssicherungskonzept einstimmig zugestimmt. Die Kreisstadt steht vor einem strukturellen Defizit von 43 Millionen Euro. Die endgültige Entscheidung soll dann im Sommer getroffen werden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2026 04:13

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Ratssitzung in Lüdenscheid: Kämmerer und Bürgermeister warnen

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In der Ratssitzung am Montag, 20. April 2026, standen die Haushaltsreden von Kämmerer Sven Haarhaus und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer im Mittelpunkt. Beide beschrieben die finanzielle Lage der Stadt als schwierig. Das strukturelle Defizit beläuft sich laut Haarhaus auf rund 43 Millionen Euro für das laufende Jahr. Für 2027 liege es bei etwa 36 Millionen Euro. Bis 2034 weise der Plan ein Minus von über 30 Millionen Euro aus. Als Ursachen nannte der Kämmerer gestiegene Zinsen, wachsende Sozialaufwendungen und Tarifsteigerungen. Auch die erhöhte Kreisumlage und die schwache Konjunktur hätten die Lage verschärft. Der Großteil der deutschen Kommunen stehe vor vergleichbaren Problemen.

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Lüdenscheid streicht 100 Stellen bis 2034

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Das Haushaltssicherungskonzept sieht unter anderem eine Stellenplan-Nullrunde vor. Rund 100 Verwaltungsstellen sollen in den kommenden Jahren wegfallen. Digitalisierung und der Einsatz von KI sollen Verwaltungsprozesse beschleunigen. Die Fachbereiche Planen und Bauen sowie Umwelt und Klima sollen zusammengelegt werden. Einen Kahlschlag schlossen Kämmerer und Bürgermeister aus. Kultureinrichtungen sollen erhalten bleiben. Auch in Kita-Betreuung, Schulsozialarbeit und Sportangebote werde weiter investiert, so Wagemeyer.

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Grundsteuer steigt - 300 Millionen Euro Investitionen geplant

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Die Grundsteuer für Wohneigentum steigt rückwirkend zum 1. Januar 2026 um 25,8 Prozent. Hintergrund sind Gerichtsurteile zur Grundsteuerreform. Die Stadt habe dadurch keine Mehreinnahmen, erklärte Wagemeyer. Gleichzeitig sollen bis 2034 rund 300 Millionen Euro investiert werden. Geplant sind Sanierungen von Schulen, Sporthallen und Straßen. Auch das Forum-Areal auf dem Sternplatz soll gestaltet werden. Der Rat stimmte dem Doppelhaushalt und dem Haushaltssicherungskonzept geschlossen zu. Im Juli sollen die Zahlenwerke dann final verabschiedet werden.

[Hinweis der Redaktion: In einer ursprünglichen Version hieß es, dass das Konzept "beschlossen" sei. Dies ist auf eine ursprüngliche Formulierung und dadurch fehlerhafte Interpretation in der Pressemitteilung zurückzuführen.]

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