
46 Standorte in Lüdenscheid bereits geprüft
Der Rat der Stadt Lüdenscheid entscheidet über ein neues Konzept zur E-Ladeinfrastruktur. Laut Verwaltung sollen stadtweit 46 vorgeprüfte Standorte für neue Ladesäulen ausgewiesen werden. Gebaut und betrieben werden diese nicht von der Stadtverwaltung selbst, sondern von externen Firmen, die eine Sondernutzung beantragen können. Mit dem Konzept steuert die Stadt den Ausbau im öffentlichen Raum gezielt und rückwirkend ab Mitte Juni.
Vorerst keine neuen Schnellladesäulen geplant
Der Fokus liegt ganz bewusst auf sogenannten Normalladesäulen mit geringerer Ladeleistung. Da private Pkw im Durchschnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt stehen, eignen sich laut Fachleuten langsame Ladevorgänge besonders gut. Bevorzugt werden Quartiere mit Mehrfamilienhäusern, in denen Bürger keine eigenen Stellplätze oder privaten Wallboxen errichten können. So soll die Parkplatzsuche entspannt und das Stromnetz geschont werden. Die 46 ermittelten Standorte sollen zeitnah auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden. Interessierte Unternehmen können dann entsprechende Anträge stellen. Erst wenn mindestens 90 Prozent dieser ersten Standorte realisiert sind, prüft die Stadt weitere Anfragen. Diese Beschränkung gilt vorerst bis Ende 2028.
Private Betreiber sollen Ladesäulen aufbauen
Um ein faires und transparentes Verfahren für alle interessierten Betreiber zu garantieren, sammelt die Verwaltung aktuell die eingehenden Anträge. Sollten mehrere Anbieter denselben Platz beanspruchen wollen, entscheidet laut dem neuen Konzept das Los über die Vergabe. Die aktuelle Ausbaustrategie ist auf den erwarteten Bedarf der kommenden zwei bis drei Jahre ausgelegt.