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Luchssichtungen im Märkischen Kreis
© Märkischer Kreis/privat
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Luchssichtungen im Märkischen Kreis

Seit November 2025 gibt es im Raum Plettenberg mehrere bestätigte Luchssichtungen. Hinweise und Spuren werden aktuell ausgewertet – Meldungen sind ausdrücklich erwünscht!

Veröffentlicht: Montag, 09.02.2026 12:53

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Mehrere Nachweise zwischen November 2025 und Januar 2026

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Im Raum Plettenberg gibt es seit November 2025 mehrere bestätigte Sichtungen eines Eurasischen Luchses. Die Untere Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises wertet aktuell verschiedene Hinweise aus, darunter Sichtungen, Videoaufnahmen und Spuren eines luchstypisch gerissenen Beutetiers. Drei unabhängige Personen meldeten zwischen dem 1. November 2025 und dem 31. Januar 2026 entsprechende Nachweise. Bereits im November 2025 wurde ein Luchs im angrenzenden Raum Meinerzhagen dokumentiert. Ob es sich um dasselbe männliche Tier (Kuder) handelt, ist noch unklar.

Die zeitliche Dichte der Nachweise spricht laut Experten für eine regelmäßige Raumnutzung im Märkischen Kreis. Besonders spannend: Bei einer Begehung am Ort einer aktuellen Beobachtung konnten Haarproben gesichert werden, die nun vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) mikroskopisch und genetisch untersucht werden. Auch Fotofallenmaterial wird ausgewertet.

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Bedeutung für den Artenschutz und Hinweise aus der Bevölkerung

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Die Rückkehr des Luchses gilt als großer Erfolg für den Artenschutz. In Nordrhein-Westfalen sind Nachweise bislang selten, weshalb das geplante Wiederansiedlungsprojekt für den Luchs im Land besonders wichtig ist. Der Märkische Kreis unterstützt diese Pläne fachlich.

Zwischen Februar und April 2026 beginnt die Ranzzeit des Luchses. In dieser Zeit sind die Tiere aktiver und geben laute Rufe von sich. Schnee und feuchte Böden bieten zudem gute Möglichkeiten, Spuren zu entdecken. Die Bevölkerung kann durch Beobachtungen, Fotos, Videos oder akustische Hinweise einen wichtigen Beitrag zum Monitoring leisten. Wichtig: Vom Luchs geht keine Gefahr für Menschen aus, und Übergriffe auf Nutztiere sind in NRW bislang nicht bestätigt.

Hinweise bitte melden an:

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