
LKW-Bilanz in Lüdenscheid
Zwischen 2022 und 2025 haben mehr als 283.000 Lkw das Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid missachtet – das entspricht fast einem Drittel aller gezählten Lastwagen. Das zeigt eine Bilanz der Verkehrsüberwachung, die der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas jetzt öffentlich gemacht hat.
Veröffentlicht: Montag, 22.06.2026 12:33
283.000 LKW-Verstöße in Lüdenscheid: Bilanz der Sperrung
Zwischen 2022 und 2025 haben die Messstellen in Lüdenscheid insgesamt 17 Millionen Fahrzeuge erfasst. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von ganz Nordrhein-Westfalen. Von den 875.000 gezählten Lkw haben 283.000 gegen das damals geltende Durchfahrtsverbot verstoßen und wurden sanktioniert. Das entspricht einem Anteil von 32,3 Prozent – also fast jedem dritten Lastwagen. In den Jahren 2024 und 2025 wurden bis zur Freigabe der Talbrücke Rahmede täglich durchschnittlich fast 359 Verstöße registriert. Zusätzlich schickte die Polizei 2.407 Lkw bereits direkt nach der Autobahnabfahrt zurück.
Das Durchfahrtsverbot für Lüdenscheid – Hintergrund und Durchsetzung
Das Lkw-Durchfahrtsverbot in Lüdenscheid trat nach der Sprengung der alten Talbrücke Rahmede in Kraft. Es galt für Schwerlasttransporter, die das Stadtgebiet ohne Bezug zu einem lokalen Be- oder Entladeort durchqueren wollten. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hatte das Verbot gegen Widerstände durchgesetzt, nachdem die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen worden waren. Die Polizei führte über den gesamten Zeitraum regelmäßige Kontrollen auf den Umleitungsstrecken der A45 durch. Verstöße wurden sanktioniert.
Engagement hat sich ausgezahlt
Der SPD-Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher Gordan Dudas hat die Zahlen jetzt öffentlich gemacht. Er wertet die Bilanz als Beleg dafür, dass das Durchfahrtsverbot die richtige Entscheidung gewesen sei. Dudas betont das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, der Bürgerinitiative, dem Team Brückenbauer, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kommunalpolitik. Ohne diesen breiten Einsatz hätte die Region laut Dudas vermutlich noch Schlimmeres erlebt. Die Bilanz der Verkehrsüberwachung liegt nun vor und macht das Ausmaß der Belastung in Lüdenscheid über mehrere Jahre deutlich.
„Diese Zahlen machen deutlich, welchen buchstäblichen Verkehrsinfarkt unsere Region über Jahre hinweg ertragen musste. Das Durchfahrtsverbot war deshalb die richtige Entscheidung." – Gordan Dudas, SPD-Landtagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher