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Kritik an Feuerwerk bei Iserlohner Osterkirmes
© Kossinis / Radio MK
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Kritik an Feuerwerk bei Iserlohner Osterkirmes

Die traditionelle Osterkirmes in Iserlohn startet am Samstag (04.04.), doch das geplante Feuerwerk „Seilersee in Flammen“ sorgt für politische Diskussionen. Die Grünen fordern den Schutz von Wildtieren während der Brutzeit und schlagen alternative Konzepte für das Spektakel vor.

Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 04:55

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Grüne fordern Aus für Feuerwerk am Seilersee

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Am kommenden Samstag (04.04.) öffnet die beliebte Osterkirmes am Seilersee in Iserlohn wieder ihre Tore für Besucher aus der gesamten Region. Ein besonderer Höhepunkt soll eigentlich das traditionelle Höhenfeuerwerk „Seilersee in Flammen“ am Freitag, den 10. April, sein. Doch die Iserlohner Grünen äußern nun deutliche Bedenken gegen das geplante Spektakel am nächtlichen Himmel. Sie befürchten, dass der Lärm und die Lichteffekte negative Auswirkungen auf die lokale Tierwelt haben könnten. Da das Feuerwerk mitten in die sensible Brut- und Setzzeit fällt, sieht die Fraktion hier einen kritischen Konflikt mit dem Naturschutz.

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Schutz der Wildtiere am Seilersee

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Die Fraktion der Grünen hat sich deshalb mit einer offiziellen Anfrage an den Iserlohner Bürgermeister Michael Joithe gewandt. Im Fokus steht dabei der Schutz der Wildtiere rund um den Seilersee und die direkt angrenzenden Waldgebiete. In Nordrhein-Westfalen gelten von April bis Ende Juli besonders strenge Schutzregeln für Elterntiere und ihren Nachwuchs in der freien Natur. Die Politiker möchten von der Stadtverwaltung wissen, wie diese die Risiken für aufgeschreckte oder verletzte Tiere konkret einschätzt. Zudem wird in der Anfrage geklärt, ob bereits spezielle Maßnahmen geplant sind, um Störungen während der Brutzeit zu verhindern.

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Drohnen und Laser als mögliche Kirmes-Alternative

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Neben der Kritik bringen die Grünen auch moderne Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der Osterkirmes in die Debatte ein. Anstelle des klassischen Feuerwerks regen sie die Prüfung von tierfreundlicheren Alternativen wie Laser- oder Drohnenshows an. Solche Konzepte könnten den Besuchern den gewünschten optischen Reiz bieten, ohne die Tierwelt durch laute Knalleffekte in Panik zu versetzen. Die Stadt Iserlohn muss nun bewerten, ob solche technischen Alternativen für die kommenden Jahre am Seilersee infrage kommen könnten. Bisher ist das traditionelle Feuerwerk jedoch weiterhin fest für den Kirmes-Freitag im Programm vorgesehen.

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Kirmesplatz am Seilersee sorgt für Frust bei Schaustellern

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Neben der Feuerwerk-Debatte sorgt auch der Zustand des Kirmesplatzes am Seilersee für Ärger. Wie der Iserlohner Kreisanzeiger berichtet, mussten die Schausteller erneut rund 3.500 Euro aus eigener Tasche in Schotter investieren, um Löcher und Senken auf dem Gelände auszubessern, in denen sich das Wasser sammelt. Der Aufbau der Osterkirmes hat bereits begonnen, die Schotterlieferung soll am Donnerstag erfolgen. Der Platz ist nach Angaben des Schaustellerverbands weiterhin nicht asphaltiert - obwohl eine Asphaltierung ursprünglich geplant war. Bereits bei der Osterkirmes 2024 hatten die Schausteller den schlechten Zustand des Schotterplatzes bemängelt und sich eine dauerhafte Befestigung gewünscht.

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