
Fast 14 Fehltage im Schnitt pro Beschäftigtem
Der Krankenstand der Beschäftigten im Märkischen Kreis ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. Nach Angaben der AOK lag er bei 7,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Wert noch bei 7,8 Prozent gelegen. Die rund 65.600 bei der AOK NordWest versicherten Erwerbstätigen im Märkischen Kreis fehlten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 13,6 Tage im Job. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 14,1 Tage pro Kopf.
Atemwegserkrankungen häufigtse Ursache für Krankmeldungen
Atemwegserkrankungen waren erneut die häufigste Ursache für Krankschreibungen im Märkischen Kreis. Ihr Anteil an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen lag laut AOK-Gesundheitsbericht bei 25,2 Prozent. Damit entfiel mehr als jeder vierte AU-Fall auf Erkrankungen der Atemwege. Mit deutlichem Abstand folgten Muskel- und Skeletterkrankungen mit 15 Prozent. Danach kamen Verdauungserkrankungen mit 6,9 Prozent und Verletzungen mit 5,6 Prozent.
„Der Krankenstand verharrt nach wie vor auf einem hohen Niveau. Atemwegserkrankungen waren erneut der häufigste Grund für eine Krankschreibung und waren für mehr als ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitsfälle verantwortlich“, - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.
Pro Krankmeldung mehr als 10 Fehltage
Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Arbeitsunfähigkeit lag im ersten Halbjahr 2026 bei 10,4 Tagen. Damit zeigt der Bericht nicht nur, wie oft Beschäftigte krankgeschrieben waren, sondern auch, wie lange einzelne Ausfälle im Schnitt andauerten. Gerade bei häufigen Erkrankungen kann das für Betriebe und Beschäftigte eine spürbare Belastung sein. Der Gesundheitsbericht macht deutlich, dass das Thema Fehlzeiten in der Region weiter wichtig bleibt. Das gilt sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
AOK setzt auf Prävention in Unternehmen
Aus Sicht der AOK NordWest bleiben Investitionen in die Gesundheit von Beschäftigten ein wichtiger Baustein. Dabei geht es nach Angaben der Krankenkasse sowohl um gesunde Arbeitsbedingungen als auch um persönliche Vorsorge. Ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement kann helfen, Belastungen früh zu erkennen und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu stärken. Die AOK unterstützt Unternehmen im Märkischen Kreis nach eigenen Angaben mit Analysen, Beratung und passenden Gesundheitsangeboten. Ziel ist es, Gesundheitsförderung dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern.
„Wir bauen unsere Angebote immer weiter aus. Mit speziellem Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte, persönlicher Beratung und bedarfsgerechten BGF-Angeboten unterstützen wir Unternehmen in der Region dabei, ihre Beschäftigten im Rahmen von Präventions- und Gesundheitsprogrammen zu schützen“, - Dirk Schneider, AOK-Serviceregionsleiter.