Anzeige
Kindeswohlgefährdungen im Märkischen Kreis gestiegen
© Radio MK / Pamina Klee
Teilen:

Kindeswohlgefährdungen im Märkischen Kreis gestiegen

Psychische Gewalt, Häusliche Gewalt, körperliche Vernachlässigung - Das alles sind Formen von Kindeswohlgefährdung. Und davon gibt es bei uns im Märkischen Kreis leider viel.

Veröffentlicht:

Anzeige

Kindeswohlgefährdungen im Märkischen Kreis bleiben hoch

Anzeige

Im Märkischen Kreis sind die Fälle von Kindeswohlgefährdungen im letzten Jahr wieder angestiegen. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Kreisjugendamt fast 400 Verdachtsfälle, von denen sich bei 130 der Verdacht bestätigte. Diese Zahlen betreffen jedoch ausschließlich die Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes: Balve, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Schalksmühle. Die Städte Iserlohn und Lüdenscheid verfügen jeweils über eigene Jugendämter.

Anzeige

Kindeswohlgefährdungen im Märkischen Kreis seit Corona gesunken

Anzeige

Im Jahr 2022 gab es insgesamt 387 in den oben genannten Kommunen und Gemeinden. Damit liegen die Zahlen zwar niedriger als noch in dem Vor-Corona Jahr von 2019 und dem Folgejahr (Zum Vergleich: 2019 insgesamt 528 Verdachtsfälle; 2020 insgesamt 439 Verdachtsfälle). Seit dem vergangenen Jahr stieg die Zahl aber wieder um wenige Fälle (2021 insgesamt 376 Verdachtsfälle, 12 weniger als 2022).

Anzeige

Viele anonyme Hinweise auf Kindeswohlgefährdungen im Märkischen Kreis

Anzeige

Die meisten Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung (60 Fälle) wurden von der Polizei, den Gerichten und Staatsanwaltschaften an das Kreisjugendamt herangetragen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass es auch viele anonyme Hinweise gab, die auf potenzielle Gefährdungssituationen hinwiesen (57 Fällen), sowie Schulen, die dies meldeten (54 Fälle).

Anzeige

Formen von Kindeswohlgefährdung und Hilfsangebote

Anzeige

Kindeswohlgefährdung kann viele Formen annehmen, darunter häusliche oder psychische Gewalt sowie körperliche Vernachlässigung. Als Kindeswohlgefährdung ist grundsätzlich jedes Verhalten zu verstehen, was sich negativ auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Unabhängig von den jeweiligen persönlichen Gründen sollte allerdings klar sein, dass eine Kindeswohlgefährdung unter keinen Umständen akzeptabel ist. Familien stehen bei Problemen eine Vielzahl von Hilfsangeboten zur Verfügung. Dazu zählen zum Beispiel die kostenlose Familienberatung oder die Anlaufstellen des Kinderschutzbundes. /DoP

Anzeige
Anzeige
Anzeige