
Wegen Gewalt im Haushalt müssen Jugendämter in Südwestfalen immer häufiger Familien überprüfen. Dabei ist auch die Zahl der möglichen Kindeswohl-Gefährdungen im Märkischen Kreis gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2018 rund 20 Fälle mehr im Märkischen Kreis. Damit ist der MK mit einer Zahl von rund 1.200 Gefährdungen vor allen anderen Kreisen in Südwestfalen. Zum Vergleich: Im Hochsauerland-Kreis waren es im letzten Jahr rund 180 Fälle. Dass es immer mehr Überprüfungen wegen Kindeswohl-Gefährdungen gibt, erklärt das Jugendamt mit drei Gründen: Erstens mit dem Bundeskinderschutzgesetz, das immer mehr durchschlägt. Dann mit den U3-Betreuungen in Kitas, da Kinder dort früher erfasst werden. Und allgemein würden die Menschen heute immer genauer hinschauen.