
Iserlohn: Verdacht auf Betrug und Geldwäsche bei Ex-Mitarbeiter der Sparkasse
Ein ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse Iserlohn soll unberechtigt Zehntausende Euro von Kundenkonten auf eigene Konten überwiesen haben - darunter auch Konten Verstorbener. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt jetzt in zwei Verfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche.
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Ermittlungen gegen Iserlohner Ex-Sparkassen-Mitarbeiter laufen
Ein ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse Iserlohn steht im Verdacht, Geld von Kundenkonten auf eigene Konten überwiesen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt jetzt - auch wegen des Verdachts der Geldwäsche. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hagen soll der Mann über einen längeren Zeitraum unberechtigt Geld von Kundenkonten auf eigene Konten überwiesen haben. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Jahre 2024 und 2025. Die genaue Zahl der Geschädigten und die konkrete Schadenshöhe sind noch unklar. Nach bisherigem Stand geht es aber um mehrere Zehntausend Euro.
Geld soll auch von Konten Verstorbener stammen
Besonders aufwendig sind die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft, weil in einigen Fällen auch Konten von verstorbenen Personen betroffen gewesen sein sollen. Solche Buchungen werden nach Angaben der Behörde teils nicht sofort bemerkt. Deshalb müsse jeder Fall genau geprüft werden. Weitere Einzelheiten zu den mutmaßlichen Tathandlungen nennen die Ermittler aktuell nicht. Auch zur Zahl der einzelnen Überweisungen gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Sparkasse Iserlohn entdeckte den Fall selbst
Nach Angaben der Sparkasse Iserlohn wurden die unautorisierten Buchungen zu Beginn dieses Jahres entdeckt. Eine Sprecherin teilte mit, dass die internen Sicherheitsmechanismen und Prüfroutinen des Hauses gegriffen hätten. Die betroffene Person sei inzwischen nicht mehr bei der Sparkasse beschäftigt.
Zoll vermutet auch Geldwäsche
Parallel dazu wurde auch das Hauptzollamt auf verdächtige Finanztransaktionen des Beschuldigten aufmerksam. Daraus entstand nach Angaben der Staatsanwaltschaft eines von zwei Ermittlungsverfahren. In diesem Zusammenhang steht unter anderem der Verdacht der Geldwäsche im Raum. Ein zweites Verfahren beruht auf einer Verdachtsmeldung der Sparkasse Iserlohn. Die Ermittlungen laufen in beiden Fällen weiter.
Sparkasse Iserlohn hat alle Kunden schnell entschädigt
Für betroffene Kunden gibt es nach Angaben der Sparkasse inzwischen Klarheit beim finanziellen Schaden. Das Geldinstitut erklärt, eine geringe Zahl von Kunden sei betroffen gewesen. Teilweise habe es sich dabei um verstorbene Kontoinhaber gehandelt. Die Sparkasse sei nach eigenen Angaben proaktiv auf die Geschädigten und auf die Erben zugegangen, habe informiert und die fehlenden Beträge vollständig erstattet.