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Iserlohn: Unternehmer-Präsident fordert Hilfe für Industrie
© Radio MK/Manfred Uhl
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Iserlohn: Unternehmer-Präsident fordert Hilfe für Industrie

In Nordrhein-Westfalen gehen derzeit monatlich rund 3.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren. NRW-Unternehmerpräsident Arndt Kirchhoff aus Iserlohn fordert deshalb dringend politische Impulse.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 05:05

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Kirchhoff schlägt in Düsseldorf Alarm

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Die Lage in der Industrie in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. Bei der Vorstellung einer aktuellen Studie in Düsseldorf hat NRW-Unternehmerpräsident Arndt Kirchhoff aus Iserlohn auf den massiven Arbeitsplatzabbau hingewiesen. Nach seinen Angaben gehen landesweit pro Monat rund 3.000 Stellen in der Industrie verloren. Auf das Jahr hochgerechnet wären das etwa 36.000 Arbeitsplätze. Kirchhoff machte deutlich, dass diese Jobs aus seiner Sicht auf absehbare Zeit nicht einfach zurückkehren werden.

„Das sind im Jahr 36.000 Industriejobs, die erst einmal nicht wiederkommen - das ist natürlich dramatisch.“ - Arndt Kirchhoff, Präsident von unternehmer nrw
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Folgen auch für Handel, Handwerk und Dienstleister

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Der Abbau von Industriearbeitsplätzen betrifft nach Angaben Kirchhoffs nicht nur die Unternehmen selbst. Auch andere Wirtschaftsbereiche bekommen die Entwicklung zu spüren. Genannt wurden vor allem Handel, Handwerk und Dienstleistungen, die eng mit der Industrie verbunden sind. Wenn in der Produktion Stellen wegfallen, kann sich das auch auf Aufträge, Investitionen und Kaufkraft in weiteren Bereichen auswirken. Gerade in einer Industrieregion wie Südwestfalen wird diese Verflechtung besonders deutlich.

Kirchhoff betonte außerdem, dass Industriearbeitsplätze eine wichtige Rolle für die Finanzierung der Sozialsysteme spielen. Gemeint ist damit unter anderem, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eine wichtige Grundlage für Beiträge in Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ist. Wenn viele gut bezahlte Jobs wegfallen, kann das langfristig auch dort Folgen haben. Die Entwicklung wird deshalb nicht nur als Problem einzelner Firmen gesehen, sondern als Belastung für die gesamte Wirtschaft.

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Forderung nach politischen Impulsen

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Der Präsident des NRW-Unternehmerverbandes mahnt deshalb schnelles Handeln der Politik an. Hintergrund ist eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft, die in Düsseldorf vorgestellt worden ist. Kirchhoff bezeichnet die Entwicklung als dramatisch und fordert neue Impulse, um den Industriestandort zu stärken. Dabei geht es grundsätzlich um bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen, damit Produktion und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen gesichert werden können.

Auch in anderen Stellungnahmen hatte Kirchhoff zuletzt vor weiterem Arbeitsplatzverlust in der NRW-Industrie gewarnt. Der Druck auf viele Betriebe bleibt hoch. Besonders Regionen mit starkem industriellem Schwerpunkt beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Dazu gehört auch der Märkische Kreis, in dem viele Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Industrie abhängen.

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Bedeutung für den Märkischen Kreis

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Für den Märkischen Kreis ist das Thema besonders wichtig. Die Region ist stark industriell geprägt, viele Unternehmen sind im verarbeitenden Gewerbe oder als Zulieferer tätig. Entwicklungen in der NRW-Industrie haben deshalb oft direkte Auswirkungen auf Betriebe und Beschäftigte vor Ort. Wenn Aufträge zurückgehen oder Standorte unter Druck geraten, ist das auch in Städten wie Iserlohn, Lüdenscheid oder Menden spürbar. Mit Arndt Kirchhoff kommt die Warnung zudem von einem Unternehmer aus der Region. Das verleiht der Debatte aus Sicht vieler Betriebe zusätzliches Gewicht. Die Sorgen um Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität sind im Märkischen Kreis seit längerem ein Thema. Entsprechend genau dürfte hier verfolgt werden, ob und wie die Politik auf die Forderungen reagiert.

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