
Iserlohn Roosters verlieren Westderby gegen Köln
Die Iserlohn Roosters haben das letzte Westderby der Saison gegen die Kölner Haie in der Lanxess-Arena mit 2:4 verloren. Trotz aufopferungsvollem Kampf konnten die Sauerländer den 14. Sieg in Folge des Tabellenführers nicht verhindern.
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Roosters verlieren 2:4 in Köln
Auch die Iserlohn Roosters mussten sich der stärksten Mannschaft der Liga geschlagen geben. Die Sauerländer unterlagen den Kölner Haien in deren Lanxess-Arena mit 2:4 und konnten damit auch die beeindruckende Serie des Tabellenführers nicht stoppen.
Kölns Vereinsrekord in der DEL hält an
Mit dem Sieg gegen Iserlohn setzten die Kölner Haie ihre beeindruckende Siegesserie fort. 14 Spiele hintereinander haben die Domstädter nun gewonnen - ein neuer Vereinsrekord in der DEL. Die Mannschaft der Stunde zeigt sich derzeit in absoluter Topform und führt die Tabelle souverän an. Für die Roosters war es bereits das zweite Westderby dieser Saison, das sie gegen die übermächtigen Haie verloren. Der Schlüssel zum Kölner Erfolg lag in der Effektivität der Special Teams. Während die Haie einmal mehr überragend in Überzahl agierten und zwei Powerplay-Tore erzielten, blieben sie in Unterzahl ohne Gegentreffer. Die Roosters hingegen konnten ihre Überzahlsituationen nicht nutzen und kassierten stattdessen die entscheidenden Gegentreffer bei eigener numerischer Überlegenheit des Gegners.
Roosters im ersten Drittel gleichwertig
Dabei hatten die Sauerländer durchaus ihre Chancen. Insbesondere im ersten Drittel waren die Roosters sogar die bessere Mannschaft, zumindest im Spiel Fünf-gegen-Fünf. Sie hielten gut mit und zeigten, dass sie auch gegen den Tabellenführer mithalten können. Das Problem: In Überzahl war Köln gnadenlos und führte nach 20 Minuten bereits mit 1:0. Im Mittelabschnitt erhöhten die Haie auf 3:1 und schienen das Spiel früh zu entscheiden. Die Roosters wirkten in dieser Phase etwas müde und konnten dem Tempo der Kölner nicht mehr ganz folgen. Zwei weitere Gegentreffer in diesem Spielabschnitt brachten die Sauerländer in eine schwierige Ausgangslage für das Schlussdrittel.
Comeback-Versuch im Schlussdrittel: Fischbuch und Thomas treffen für Iserlohn
In den letzten 20 Minuten zeigten die Roosters jedoch Moral und kamen zurück ins Match. Sie erhöhten den Druck deutlich und schafften den direkten Anschlusstreffer zum 2:3. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn keimte auf, und die mitgereisten Fans aus dem Sauerland bekamen noch einmal spannende Minuten zu sehen. Doch am Ende kassierten die Roosters das entscheidende 2:4 ins leere Tor, als sie in den Schlussminuten alles nach vorne warfen. Die beiden Treffer der Sauerländer erzielten Fischbuch und Thomas. Beide Spieler zeigten gute Leistungen und kämpften bis zum Schluss um jeden Puck. Insgesamt machte die Mannschaft vom Seilersee ein sehr solides Spiel, aber mehr als die zwei Tore gingen gegen die derzeit überragende Kölner Defensive nicht.
Aufwärtstrend trotz Niederlage
Trotz der Niederlage geht der Aufwärtstrend der Roosters weiter. Die Mannschaft zeigte eine deutlich verbesserte Leistung im Vergleich zu den schwachen Auftritten zu Saisonbeginn. Das Spiel gegen den Tabellenführer machte Mut für die kommenden Aufgaben, auch wenn am Ende keine Punkte zu Buche standen. Nach der 2:4-Niederlage bei den Kölner Haie wird das Erreichen der Playoffs für die Sauerländer immer schwerer. Hauptgrund waren die gleichzeitigen Erfolge von direkten Konkurrenten wie Augsburg, Schwenningen, Nürnberg und Wolfsburg in den anderen Spielen des Nachmittags.
Elf Spiele für elf Punkte Rückstand
Aktuell haben die Sauerländer 11 Punkte Rückstand auf den 10. Tabellenplatz, der zur Playoff-Teilnahme berechtigen würde. Bei noch elf ausstehenden Spielen wird es keine einfache Sache, diese Punkte noch aufzuholen. Rechnerisch ist es noch möglich, aber die Roosters sind auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen und müssen nahezu alle verbleibenden Spiele gewinnen. Eine positive Nachricht gibt es dennoch: Der Klassenerhalt dürfte den Roosters nicht mehr zu nehmen sein. Die Sauerländer haben weiterhin 20 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenletzten aus Dresden. Diese komfortable Situation nimmt zumindest den Druck weg, gegen den Abstieg kämpfen zu müssen.