
Trockenheit im Märkischen Kreis: Kohlgemüse leidet besonders
Die extrem lange Trockenperiode und die vielen Hitzetage haben der Landwirtschaft bei uns ordentlich zugesetzt. Auf dem Hof Drepper in Iserlohn-Sümmern zeigen die Gemüsepflanzen, allen voran das Kohlgemüse, deutliche Anzeichen von Trocken- und Hitzestress. Landwirt Christian Drepper zeigt sich daher sehr erleichtert über den lang ersehnten Niederschlag. Die Pflanzen auf den Feldern reagieren sofort auf die willkommene Feuchtigkeit.
Regen bringt schnelle Erleichterung für die Pflanzen
Damit die Ernte nicht in Gefahr gerät, hoffen die Landwirte nun auf wechselhaftes Wetter. Die Pflanzen müssen zwischendurch immer wieder gut abtrocknen, da ansonsten Fäulnis oder ein Pilzbefall drohen. Eine flächendeckende künstliche Beregnung ist in unserer Region aufgrund des tiefen Grundwasserspiegels nicht möglich. Um den widrigen Bedingungen dennoch zu trotzen, fährt der Landwirt das wenige Wasser nachts mit einem speziellen Trecker direkt an die Pflanzen.
Hof Drepper in Iserlohn-Sümmern setzt auf hitzeresistentere Sorten
Um sich für die Zukunft besser auf extreme Wetterlagen einzustellen, passt der Iserlohner Betrieb seine Strategie an. Der Hof steigt aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre zunehmend auf Gemüsesorten um, die Hitze und Trockenheit besser vertragen.
Wer selbst unter der Trockenheit leidet: Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zum richtigen Gießen und zur Pflanzenwahl im Märkischen Kreis.
Probleme bei Futtermitteln wie Mais oder Heu
Von seinen Kollegen, die Futtermittel wie Mais oder Heu anbauen, hat Landwirt Drepper eher schlechte Nachrichten bekommen. Die Maisernte im Märkischen Kreis läuft wegen der Dürre ungewöhnlich früh - die Wiesen für Heu sind weitgehend ausgetrocknet. Sollte sich das nicht verbessern, droht im kommenden Jahr eine Futtermittelknappheit.