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Iserlohn: Demo für Freibäder
© Radio MK/Kimberly Bolinius
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Iserlohn: Demo für Freibäder

In Iserlohn haben hunderte Menschen für den Erhalt der Freibäder und die Unterstützung der Sportvereine demonstriert. Hintergrund sind die angespannte Haushaltslage der Stadt und ausbleibende Zuschüsse für die Betreibervereine.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2026 08:26

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Demonstration in Iserlohn für Freibäder und Vereine

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In Iserlohn haben gestern am späten Montagnachmittag (02.03.) mehrere hundert Menschen für den Erhalt der Freibäder und die Unterstützung der Sportvereine demonstriert. Vor dem Alten Rathaus forderten sie den Schutz der beiden Iserlohner Freibäder Schleddenhof und Heidebad. Die Teilnehmenden setzten sich außerdem für Jugend, Ehrenamt und Sport in der Stadt ein. Die Demonstration hatte der Betreiberverein des Freibads Schleddenhof, der ISSV, angemeldet. Dem Verein ISSV droht wie dem Heidebad-Verein I95 im schlimmsten Fall die Insolvenz. In beiden Freibädern ruhen deshalb vorerst die Vorbereitungen für die kommende Saison.

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Iserlohner Haushaltskrise trifft Freibäder und Vereine

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Auslöser des Protests in Iserlohn ist die angespannte Haushaltslage der Stadt – ein gültiger Etat für das laufende Jahr ist noch nicht verabschiedet worden. Deswegen können derzeit keine Zuschüsse an die Vereine fließen. Die Betreibervereine der beiden Freibäder Schleddenhof und Heidebad befürchten massive Einschnitte in ihrer Arbeit und sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Nach Angaben aus der Politik sind die rund sechsstelligen Zuschüsse für beide Bäder ungewiss. Die Vereine haben angekündigt, im Fall ausbleibender Gelder Insolvenz anmelden zu müssen. Für die laufende Planung der Freibadsaison fehlen damit klare finanzielle Grundlagen.

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Politik, Verwaltung und rechtliche Grenzen

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Politik und Verwaltung arbeiten nach Angaben von Bürgermeister Michael Joithe an einer Lösung. Bemühungen der Stadtverwaltung, ausnahmsweise Geld für die Bäder bereitzustellen, sind rechtlich nicht möglich. Die Lage verschärft sich zusätzlich, weil Iserlohn mehr Geld an den Märkischen Kreis abführen muss als bisher geplant. Die höheren Abgaben an den Kreis erschweren nach Darstellung der Stadt weitere Spielräume im Haushalt.

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