
Iserlohn vorn im bundesweiten Müllgebühren-Ranking
Iserlohn gehört laut einem neuen Ranking zu den zehn teuersten größeren Städten Deutschlands bei den Müllgebühren. Das geht aus einer Studie der IW Consult hervor, die am 17. Juni 2026 veröffentlicht wurde. Untersucht wurden die 100 einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Auftraggeber der Untersuchung ist Haus & Grund Deutschland. Die Studie vergleicht die Abfallgebühren für einen Musterhaushalt und zeigt dabei deutliche Unterschiede zwischen den Städten.
NRW schneidet besonders schlecht ab
Auffällig ist das schlechte Abschneiden von Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der Studie liegen sechs der zehn teuersten Städte beim Müllgebühren-Ranking in NRW. Bundesweit sind die Abfallgebühren in den vergangenen vier Jahren im Schnitt um rund 13 Prozent gestiegen. Die Autoren verweisen außerdem darauf, dass die Spannweite zwischen günstigen und teuren Städten weiter groß bleibt. Für viele Haushalte sind die Müllgebühren damit ein spürbarer Teil der laufenden Wohnkosten.
Das kostet die Müllabfuhr in Iserlohn
In Iserlohn richtet sich die Müllgebühr nach der Größe des Restabfallbehälters. Laut Stadt kostet der kleinste Standardbehälter mit 60 Litern im Jahr 2026 genau 152 Euro. Für einen 120-Liter-Behälter werden 301 Euro pro Jahr fällig. Auf der Internetseite der Stadt ist außerdem angegeben, dass die Gebühren als Jahresgebühr ausgewiesen werden. Für Ein-Personen-Grundstücke gibt es beim 60-Liter-Behälter auf Antrag eine ermäßigte Gebühr von 102,39 Euro. Iserlohn kämpft wie viele andere Städte auch mit der aktuellen kommunalen Finanzmisere.
Hintergrund zur Untersuchung
Die IW Consult hat nach eigenen Angaben bereits nach 2016, 2019 und 2022 erneut die Müllgebühren der 100 größten Städte verglichen. Grundlage ist ein vierköpfiger Musterhaushalt. In die Untersuchung fließen mehrere Müllarten ein, darunter Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier. Berücksichtigt werden außerdem Unterschiede beim Abfuhrrhythmus und beim Service, also ob die Tonnen von den Haushalten bereitgestellt werden müssen oder nicht. Dadurch sollen die Gebühren zwischen den Städten möglichst vergleichbar werden.