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Invasive Muschel-Art gefährdet Talsperren
© Radio MK/Kimberly Bolinius
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Invasive Muschel-Art gefährdet Talsperren

Die Quaggamuschel breitet sich in deutschen Gewässern aus - und könnte auch die Listertalsperre bei Meinerzhagen bedrohen. Seit 2026 hat der Ruhrverband neue Regeln eingeführt und appelliert an Wassersportlerinnen und Wassersportler, konsequent mitzuwirken.

Veröffentlicht: Montag, 29.06.2026 05:21

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Was ist die Quaggamuschel - und warum ist sie so gefährlich?

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Die Quaggamuschel stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und breitet sich seit einigen Jahren auch in Mitteleuropa aus. Sie vermehrt sich extrem schnell: Weibliche Tiere produzieren bis zu einer Million Eier jährlich. In Gewässern, in denen sie sich einmal etabliert hat, filtert sie enorme Mengen Plankton aus dem Wasser - und entzieht damit nach Angaben des Ruhrverbandes heimischen Fischen und Kleintieren die Nahrungsgrundlage. In Nordamerika sei sie bereits zur dominanten Art geworden: Im Lake Michigan macht sie den Angaben zufolge heute mehr als 90 Prozent der gesamten Biomasse aus. Neben den ökologischen Folgen besiedelt die Muschel auch technische Infrastruktur wie Rohre, Pumpen und Filter - mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen.

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„Die Quagga-Muschel vermehrt sich extrem schnell und kann ganze Ökosysteme verändern. [...] Das könnte für uns als Ruhrverband dann sehr schnell sehr teuer werden. Die Quagga-Muschel verursacht also sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Schäden." - Thorsten Schlautmann, Ruhrverband
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Listertalsperre bislang nicht befallen - aber gefährdet

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In den Talsperren des Ruhrverbands ist die Quaggamuschel bereits ein ernstzunehmendes Problem: In der Möhne- und der Sorpetalsperre wurden bereits große Bestände nachgewiesen. Die Listertalsperre ist nach aktuellem Stand noch nicht befallen. Der Ruhrverband sieht dennoch dringenden Handlungsbedarf, denn die Einschleppungsgefahr ist konkret. Die mikroskopisch kleinen Larven der Muschel können in Wasseransammlungen in Hohlräumen von Booten, Trailern oder Sportgeräten tagelang überleben - und so unbemerkt von einem Gewässer in das nächste gelangen.

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AHOI-Regel: So schützen Wassersportler die Listertalsperre

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Der Ruhrverband hat für seine Talsperren ab 2026 ein angepasstes Regelwerk für die Freizeitnutzung eingeführt. Kernstück für Bootseigner ist das sogenannte AHOI-Prinzip. Es beschreibt vier Schritte, die vor jedem Gewässerwechsel zwingend einzuhalten sind: Restwasser ausleeren, Hochdruckreinigung, optional desinfizieren und anschließend mindestens fünf Tage trocknen lassen. Das Prinzip gilt nicht nur für Boote - auch SUP-Boards, Neoprenanzüge, Tauchzubehör und Angelausrüstung müssen nach der Nutzung in anderen Gewässern gründlich gereinigt und vollständig getrocknet werden, bevor sie an der Listertalsperre eingesetzt werden dürfen.

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„Das Wichtigste ist, keine Muscheln oder Larven unbemerkt einzuschleppen. [...] Und so kann dann jeder dazu beitragen, die Listertalsperre zu schützen." - Thorsten Schlautmann, Ruhrverband

Weitere Infos beim Ruhrverband unter Die Quaggamuschel: Eine ernste Bedrohung für unsere Talsperren.

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