
Inklusionsmesse Iserlohn soll Chancen zeigen
Wie inklusives Arbeiten im Märkischen Kreis gelingen kann, zeigt die Inklusionsmesse am 21. Mai im Parktheater Iserlohn. Unternehmen, Arbeitssuchende und Betroffene bekommen dort praktische Hilfen, Beratung und Kontakte rund um das Thema Inklusion am Arbeitsplatz.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 11:12
Inklusionsmesse im Parktheater Iserlohn
Der Rollstuhl, der Blindenstock oder ein Hörgerät – manche Behinderungen sind sichtbar, viele andere dagegen nicht. Trotzdem möchten Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen selbstverständlich am Arbeitsleben teilnehmen. Genau darum geht es bei der Inklusionsmesse des Netzwerks „Inklusion und Arbeit in Iserlohn und Umgebung“. Die Veranstaltung findet am 21. Mai von 10 bis 17 Uhr im Parktheater Iserlohn statt. Schirmherr ist Landrat Ralf Schwarzkopf, der die Messe auch eröffnen wird.
Mehr als 30 Unternehmen, Beratungsstellen und Institutionen präsentieren sich vor Ort. Dazu gehören unter anderem das LWL-Inklusionsamt, der Integrationsfachdienst (IFD) oder die RWTH Aachen. Besucher können sich dort über technische Hilfsmittel, Fördermöglichkeiten und inklusive Arbeitsplätze informieren, sagt der Organisator Christian Münch von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen:
„Eigentlich wollen wir über Inklusion in der Arbeitswelt sensibilisieren, aufklären, informieren, sodass sowohl der Unternehmer als auch jeder in der Bevölkerung merkt: Es ist ein Thema, ein Potenzial, was wir noch nicht gut genug nutzen.“
Hilfe für Unternehmen und Arbeitssuchende
Die Messe richtet sich sowohl an Arbeitgeber als auch an Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen. Unternehmen können sich beraten lassen, wie sie ihren Betrieb inklusiver gestalten können. Dabei geht es zum Beispiel um barrierefreie Zugänge, technische Unterstützung oder Fördermöglichkeiten.
Auch Arbeitssuchende haben die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, Kontakte herzustellen und konkrete Lösungen zu finden. Nach Angaben der Organisatoren sollen Besucher nicht nur informiert werden, sondern direkt passende Ansprechpartner finden.
„Wir sensibilisieren Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen einzustellen, sich dem Thema Inklusion zu öffnen, sich zu informieren, gleichzeitig aber auch Betroffenen Anlaufstellen zu bieten.“
– Hinrich Riemann, Netzwerk „Inklusion und Arbeit in Iserlohn und Umgebung“
Exoskelette und Impulsvorträge vor Ort
Neben den Messeständen gibt es auch mehrere Impulsvorträge rund um das Thema Inklusion in der Arbeitswelt. Betroffenenvertreter, Schwerbehindertenvertretungen und Beratungsstellen informieren dabei über verschiedene Unterstützungsangebote und Möglichkeiten im Berufsalltag. Die ganze Übersicht findet ihr hier.
Außerdem werden praktische Hilfsmittel vorgestellt. Die RWTH Aachen bringt unter anderem sogenannte Exoskelette mit nach Iserlohn. Dabei handelt es sich um motorisierte Unterstützungssysteme, die körperlich belastende Arbeiten erleichtern können.
Rund 400 Besucher bei erster Messe
Die Inklusionsmesse findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Bei der Premiere 2024 waren nach Angaben der Veranstalter rund 400 Besucher im Parktheater Iserlohn dabei. Auch diesmal rechnen die Organisatoren mit einer ähnlich großen Resonanz.
Das Netzwerk „Inklusion und Arbeit in Iserlohn und Umgebung“ möchte das Thema Inklusion dauerhaft sichtbarer machen und Unternehmen stärker mit Beratungsstellen und Betroffenen vernetzen.