
Industrie in Südwestfalen investiert auswärts
Die Wirtschaftslage in Südwestfalen bleibt angespannt – heimische Industrieunternehmen investieren kaum noch vor Ort. Ausländische Märkte wie China und die Asien-Pazifik-Region gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 06:02
Südwestfalen: Investitionen bleiben aus
Die aktuelle Wirtschaftslage in Südwestfalen ist weiterhin schwierig. Das zeigt eine Umfrage der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) unter rund 540 regionalen Industrieunternehmen. Demnach planen nur wenige Betriebe, ihre Investitionen in Deutschland oder speziell in Südwestfalen auszuweiten. Die Zurückhaltung bei Investitionen am heimischen Standort bleibt damit auch im Jahr 2026 bestehen. Viele Unternehmen reagieren damit auf die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Region.
Ausländische Märkte im Fokus der Industrie
Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus der südwestfälischen Industrieunternehmen zunehmend ins Ausland. Besonders die Länder der Asien-Pazifik-Region und China gewinnen als Investitionsstandorte an Bedeutung. Laut SIHK-Umfrage ist der Anteil der Unternehmen mit Investitionsplänen in China von 26 auf 33 Prozent gestiegen. Auch die Asien-Pazifik-Region ohne China verzeichnet einen Anstieg von 17 auf 26 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Märkte für die heimische Wirtschaft.
Eurozone bleibt stabiler Investitionsschwerpunkt
Trotz der zunehmenden Auslandsorientierung bleibt die Eurozone für die südwestfälische Industrie ein wichtiger Investitionsschwerpunkt. Rund 45 Prozent der befragten Unternehmen planen weiterhin Investitionen innerhalb der Eurozone. Damit zeigt sich, dass europäische Märkte nach wie vor eine stabile Rolle für die Investitionsentscheidungen der Unternehmen in Südwestfalen spielen. Die regionale Wirtschaft steht somit vor der Herausforderung, sich zwischen heimischem Standort und internationalen Märkten zu positionieren.