
Transfergesellschaft hilft bei Jobsuche und Qualifizierung
Der norwegische Aluminium-Konzern Hydro Extrusion macht sein Lüdenscheider Werk Ende Mai 2026 weitgehend dicht. Um die Folgen für die 169 Mitarbeiter abzufedern, haben der Betriebsrat und die IG Metall nach mehrwöchigen Verhandlungen einen Sozialplan verabschiedet. Dieser beinhaltet eine Transfergesellschaft, in der die Belegschaft für neue Jobs qualifiziert und weitervermittelt werden soll. Zudem zahlt das Unternehmen Abfindungen, die laut Gewerkschaft deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Extra-Geld für Eltern und Schwerbehinderte
Mit der Schließung endet in Lüdenscheid eine lange Industrietradition, denn das Werk firmierte viele Jahre unter dem bekannten Namen Hueck. Durch den neuen Sozialplan soll nun die größte finanzielle Not für die betroffenen Familien abgewendet werden. Für den Betriebsrat und die Gewerkschaft war es wichtig, durch tarifvertragliche Zusatzregelungen ein starkes Netz zu knüpfen. Besonders Menschen mit Schwerbehinderung oder mit unterhaltspflichtigen Kindern profitieren von höheren Zahlungen.
Werkschließung war schon 2025 beschlossen
Die Entscheidung zur Schließung des Standorts hatte der Mutterkonzern Hydro bereits Ende des vergangenen Jahres öffentlich gemacht. Europaweit sollen insgesamt fünf Werke des Unternehmens aufgegeben werden.
Die genauen Ergebnisse und Konditionen des neuen Sozialplans wurden der Belegschaft in Lüdenscheid an diesem Donnerstag offiziell auf einer Betriebsversammlung präsentiert.