
Hochwasser-Übung: Sperrungen in Lüdenscheid
Gemeinsam mit dem Bevölkerungsschutz des Märkischen Kreises wird an diesem Samstag in Lüdenscheid für den Ernstfall geprobt. Bei einer groß angelegten Hochwasser-Übung trainieren hunderte Einsatzkräfte gemeinsam.
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2026 15:42
Großübung am Bremecker Hammer in Lüdenscheid
Der Bevölkerungsschutz des Märkischen Kreises führt an diesem Samstag, den 25. April, eine groß angelegte Übung in Lüdenscheid durch. Unter dem Namen „Waterworld“ proben die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und weitere Hilfsorganisationen gemeinsam den Ernstfall. Schwerpunkt des simulierten Einsatzes ist ein großes Hochwasser-Szenario im Bereich Bremecker Hammer. Der Kreis betont dabei ausdrücklich, dass für die Bevölkerung keinerlei Grund zur Sorge besteht. Es handelt sich ausschließlich um ein wichtiges Training, auch wenn den gesamten Tag über zahlreiche Einsatzfahrzeuge in dem Gebiet unterwegs sein werden.
Hochwasser-Szenario: Sperrungen in Lüdenscheid
Insgesamt nehmen rund 200 Helferinnen und Helfer an dem groß angelegten Probeeinsatz teil. Mit dabei sind unter anderem Feuerwehren aus zahlreichen Städten des Kreisgebiets, eine Drohneneinheit aus Nachrodt-Wiblingwerde sowie der Malteser Hilfsdienst. Wegen der Vielzahl an Fahrzeugen und dem hohen Personalaufwand müssen sich Autofahrer auf spürbare Einschränkungen einstellen. Im Umfeld des Bremecker Hammers kann es ab acht Uhr morgens und den gesamten Tag über zu Verkehrsbehinderungen und konkreten Straßensperrungen kommen. Die Übung wird voraussichtlich den ganzen Tag andauern, weshalb entsprechende Vorsicht in dem Gebiet geboten ist.
Warum am Samstag 10.000 Sandsäcke in Lüdenscheid bewegt werden
Während der Übung steht vor allem der Bau eines schützenden Deiches im Mittelpunkt des Geschehens. Um ein fiktives Gebäude vor einer drohenden Überflutung zu bewahren, müssen die Einsatzkräfte etwa 10.000 Sandsäcke befüllen, transportieren und vor Ort verbauen. Ziel des Trainings ist es, die logistischen Abläufe und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen unter realistischen Bedingungen zu erproben. Als zusätzliche Erschwerung wird in dem groß angelegten Szenario von einem kompletten Ausfall des Mobilfunknetzes ausgegangen.
Gleichzeitig großangelegte Flächenübung der Feuerwehren in Hemer
In Hemer wird zeitgleich eine sogenannte "Flächenlage" geprobt. Das bedeutet: Die Feuerwehr übt eine Situation, in der es an vielen Orten in der Stadt gleichzeitig brennt. Zwischen 10 und 14 Uhr werden daher auch alle Einheiten der Feuerwehr Hemer zu verschiedenen Übungsstellen im Stadtgebiet entsandt. Die Fahrzeuge fahren jedoch ohne Blaulicht und Martinshorn.