
Dürre im MK: So leiden unsere Bäume
Die anhaltenden Hitzewellen der letzten Jahre haben in den Wäldern der Region tiefe Spuren hinterlassen. Besonders im Märkischen Kreis zeigen viele Bäume bereits jetzt deutliche Stresssymptome, verlieren ihre Blätter vorzeitig oder trocknen komplett aus. Birke, Esche und Buche leiden sehr und werfen ihr Laub bereits ab. Eichen und Nadelbäume haben momentan etwas weniger mit der Hitze zu kämpfen.
Warum Regen allein das Problem nicht löst
Ein großes Problem für die Vitalität der Bäume ist die Beschädigung des empfindlichen Wurzelsystems durch lang anhaltende Dürrephasen. Wenn der Boden über einen langen Zeitraum kein Wasser führt, sterben die sogenannten Feinwurzeln ab, die für die eigentliche Nährstoff- und Wasseraufnahme verantwortlich sind. Selbst wenn es nach einer Hitzeperiode kräftig regnet, kann der Baum dieses Wasser nicht sofort verwerten, da die Wurzeln erst mühsam neu gebildet werden müssen. Dieser Prozess dauert oft mehrere Jahre, in denen der Baum extrem anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer oder Pilzbefall bleibt.
„Durch die Trockenheit im Boden kommt kein Wasser mehr an und dann sterben die Feinwurzeln ab, die eigentlich das Wasser für die Wurzeln anziehen. Wenn sie abgestorben sind, bilden sie sich, auch bei Regen, nicht direkt wieder nach. Das dauert Jahre, bis das Feinwurzelsystem wieder ausgeprägt ist. Wenn die Schädigung im Baum einmal da ist, kann er so schnell kein Wasser mehr aufnehmen und stirbt im Zweifelsfall auch ab." - Julia Borghoff, Stadtförsterin von Iserlohn.
Was man für die Natur tun kann
Auch die Förster haben keine Möglichkeit, auf die Situation einzuwirken - sie hoffen auf mehr Niederschlag in der kommenden Zeit.
„Zuhause kann man die Bäume im Garten und der näheren Umgebung wässern. Am besten nicht nur am Stamm selbst, sondern auch im gesamten Kronenbereich." - Julia Borghoff, Stadtförsterin von Iserlohn.